ÖSTERREICH: Krach zwischen Bures und Neugebauer wegen Beamtendienstrecht

Bures will Zulagen streichen - Beamtengewerkschafter sträubt sich

Wien (OTS) - "Der Rechnungshof hat die Nebengebühren für öffentlich Bedienstete heftig kritisiert. Manche davon sind 60 Jahre alt und passen nicht in die moderne Arbeitswelt", sagt Beamtenministerin Doris Bures (SPÖ) gegenüber ÖSTERREICH (Montag-Ausgabe). "Allein bei der Fahrtkosten-Abrechnung ortet der Rechnungshof ein Einsparungspotenzial von 520.000 Euro", meint die rote Ressortchefin. Sie will deshalb bei den mit insgesamt einer Milliarde Euro vergüteten Nebengebühren - also Zulagen für Beamte -den Rotstift ansetzen. Beamtengewerkschafter Fritz Neugebauer leistet im ÖSTERREICH-Interview Widerstand: "An uns wurde noch kein Wunsch herangetragen. Ich kenne auch keine überflüssigen Nebengebühren. Nebengebühren sind vom Parlament beschlossen." Weiter kritisiert der Gewerkschafter: "Ich darf von meiner Verhandlungspartnerin zumindest erwarten, dass sie weiß, wovon sie spricht."

Auch im Hinblick auf die Beamten-Gehaltsrunde im Herbst fliegen die Funken zwischen der roten Chefin und dem schwarzen Gewerkschafter. Bures hatte gemeint, Beamte würden mit Steuergeld bezahlt, da müsse man haushalten. Im Unterschied zum privaten Sektor gehe es bei den Beamten nicht darum, dass Arbeitnehmer einen Anteil an Gewinnen der Unternehmen erhielten. Neugebauer kontert: "Das ist natürlich absoluter Blödsinn. Es geht um gerechte Bezahlung für die hohen Leistungen im öffentlichen Dienst."

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