Kärnten investiert bereits 36 Mio. Euro jährlich in Kinderbetreuung

LHStv. Dörfler: Bund soll endlich mit Ländern verhandeln - Ungleichbehandlung der Bundesländer bei Verteilungsschlüssel nicht akzeptabel

Klagenfurt (LPD) - Zum geplanten Verteilungsschlüssel der Bundesförderung für Kinderbetreuung fordert Kärntens Kindergartenreferent LHStv. Gerhard Dörfler den Bund auf, endlich mit den Ländern in konkrete Verhandlungen zu treten. "Seit einem halben Jahr warten wir auf Gespräche mit dem Bund in dieser Sache. Außer Ankündigungen ist bis jetzt jedoch noch nichts passiert", sagt Dörfler. Er kritisiert, dass beim Verteilungsschlüssel anscheinend unterschiedliche Maßstäbe angesetzt werden. Laut heutigen Pressemeldungen soll Wien über drei Mio. Euro erhalten, Kärnten nur 900.000 Euro. "Diese unterschiedliche Behandlung der Bundesländer kann ich als Kindergartenreferent nicht akzeptieren, es muss mit allen Bundesländern offen und fair verhandelt werden."

"Gusenbauer, Bures und Kdolsky treffen sich ständig zu internen Kaffeekränzchen und richten dann den Ländern über die Medien ihre Vorstellungen aus", so Dörfler weiter. So könne man keine partnerschaftliche Politik machen. Kärntens Kindergartenreferent fordert erneut, dass nach dem Vorbild Frankreichs der Bund die Kosten für die Kinderbetreuung bereits ab dem dritten Lebensjahr übernimmt und erinnert an die von der Kärntner Landesregierung bereits im Feber beschlossene entsprechende Resolution.

Kärnten gibt bereits jetzt jährlich rund 36 Mio. Euro für Kinderbetreuung aus und bietet das Gratis-Kindergartenjahr an - das ist für ein kleines Bundesland sehr viel, betont Dörfler. Dem Bund sei die Kinderbetreuung anscheinend nicht so viel wert. Das vom Bund vorgesehene Modell, wonach die Verpflichtung zum Kindergartenbesuch nur für Kinder mit Sprachdefiziten gilt, sei die schlechteste Variante, die man habe auswählen können. Dies würden auch alle Experten bescheinigen. Kinder bereits mit fünf Jahren zu testen und zu selektieren ist für Dörfler nicht sinnvoll. "Dann auch noch eine Verpflichtung nur für einige einzuführen, jedoch den Kindergarten nicht gratis anzubieten, ist ein Hohn. Der Bund hat hohe Einnahmen wie noch nie und die Eltern müssen trotzdem zahlen", übt er Kritik. Kärnten gehe hier mit dem Gratis-Kindergartenjahr und dem verpflichtenden Bildungsjahr einen viel besseren Weg.
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