Neues Volksblatt: "Glaubwürdig" (von Michaela Ecklbauer)

Ausgabe vom 23. Juli 2007

Linz (OTS) - Beim Kindergeld geht es nicht um eine Gebärprämie, sondern um die finanzielle Unterstützung von Eltern, damit sie ihr Kind eine Zeit lang selbst betreuen können. Unabhängig davon, ob die Bezieher davor im Erwerbsleben gestanden sind oder nicht. Und das ist gut so.
Worauf wollen nun jene Stimmen, die jetzt auf eine Aufhebung der Zuverdienstgrenze pochen, hinaus? Dass Besserverdienende ohne eine Babypause zu machen, dennoch das Kindergeld beziehen können? Das wird wohl nicht im Sinn des Kindes und auch nicht im Sinn der Kindergeld-Erfinder (Gesetzgeber) gewesen sein.
Genauso wenig wie nun von vielen Seiten der Ruf nach einer Generalamnestie für jene erschallt, die die Grenze überschritten haben.
Sollte die Überschreitung aufgrund der komplizierten Berechnung unabsichtlich erfolgt sein, wird sich eine Lösung finden. War sie aber pures Kalkül, dann hat der der gegen das Gesetz verstoßen hat, die vollen Konsequenzen zu tragen. Andernfalls kann der Rechtsstaat gleich einpacken. Darüber sollten sich auch die Politiker im Klaren sein, wollen sie den noch vorhandenen Rest ihrer Glaubwürdigkeit nicht auch noch aufs Spiel setzen.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001