Alles „neu“ macht … Ministerin Bures

Generalsekretärin Monika Posch: Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden

Wien, 20. Juli 2007 (ÖVP-PD) In ihrer APA-Aussendung vom 19.7. kündigt Ministerin Doris Bures etliche „neue“ Initiativen an, durch die sie die Situation der Frauen zu verbessern glaubt. Dass es sich dabei aber eher um der Kaiserin neue Kleider handelt, zeigt sich beim näheren Hinsehen. So soll es ab September ein frauen.kompetenz.netz geben, in dem dem Wunsch der Frauen nach Vernetzung und Mentoring Rechnung getragen wird. Es ist
interessant, dass „die Ministerin hofft, hier neue Zielgruppen anzusprechen“, wo sie doch offensichtlich zuerst etliche Netzwerke und Mentoring-Points gestrichen hat! „Zumindest umfasst die Liste, die aktuell auf der Homepage des Bundeskanzleramtes:frauen steht, wesentlich weniger Organisationen, als dies noch vor einem Jahr der Fall war,“ stellt die neue Generalsekretärin der ÖVP-Frauen, Monika Posch fest, „will man hier gezielt bestimmte Vereine und deren erfolgreiche Programme ausschalten?“ ****

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Siemens-Vorstandsvorsitzender Brigitte Ederer am 17.7.07 kündigte die Frauenministerin die Vergabe eines neuen „Zertifikates für Chancengleichheit in Österreichischen Unternehmen“ an, um damit die Bewusstseinsbildung über bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. „Der Ministerin dürfte dabei entgangen sein, dass es eine ganze Reihe dementsprechender Maßnahmen bereits seit Jahren gibt“ meint Monika Posch.

So würde bereits seit 16 Jahren die Auszeichnung des „frauen-und familienfreundlichsten Betriebs Österreichs“ der Initiative „Taten statt Worte“ vergeben, die zudem vom Frauenministerium eine Förderung erhält. Diese Initiative wurde von NRAbg. Ridi Steibl in der Steiermark ins Leben gerufen und bald von den anderen Bundesländern übernommen. Von den Ländern werden die Landessieger gekürt und danach von der Familien- und Berufsmanagement Ges.m.b.H. der Bundessieger ausgelobt.

„Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Preise, wie z.B. den des besten Arbeitgebers der Initiative „Great place to work“. Die diesjährigen Auszeichnungen wurden von Staatssekretärin Christine Marek am 26. Februar übergeben. Das scheint die Ministerin alles nicht zu wissen“ meint Monika Posch dazu.

Bei der bereits genannten Familien- und Berufsmanagement GmbH. ist auch das von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein im Jahre 1998 gegründete „Audit Familie und Beruf“ beheimatet, wo sich Unternehmen mit Hilfe von BeraterInnen ihre Frauen- und Familienfreundlichkeit zertifizieren lassen können. Die ministerielle Zuständigkeit fällt an die Gesundheits- und Familienministerin Andrea Kdolsky. „Offensichtlich stört es Frau Bures, dass für diese Initiativen ÖVP-MinisterInnen zuständig sind“, so die Generalsekretärin der ÖVP-Frauen

Statt mit der Neuerfindung des Rades , die ja mit Sicherheit auch das Frauenbudget zusätzlich belastet, sollte sich die Ministerin mit der Weiterführung der bereits bestens angenommenen Initiativen ihrer Vorgängerin befassen, damit würde den Frauen rasch geholfen. In diesem Zusammenhang verweist Monika Posch auf
die „Orientierungseminare für Frauen in Karenz“, die jungen Müttern gratis ein Schnupperseminar zur Wiedereinstiegshilfe in den Beruf angeboten haben. Obwohl mehrere hundert Frauen angemeldet sind und auf ein Seminar warten, werden keine weiteren vom Frauenministerium organisiert. Oder den Journalsitinnen-Kongreß, der trotz mehrmaliger Anfragen seit Monaten – bisher vergeblich - auf die Zusage einer Förderung wartet.

„Das ist Profilierung auf Kosten der Frauen“ stellt Monika Posch abschließend fest.

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Monika Posch Generalsekretärin ÖVP-Frauen
Lichtenfelsgasse 7, 1010 Wien
Tel.: +43 (1) 401 26-651
mailto: monika.posch@frauen.oevp.at

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