Grüne warnen vor Schadstoffen, die Ozon erzeugen

Fasan: "Wo bleibt die Informationsoffensive des Landeshauptmanns?"

St. Pölten (Grüne) - "Die Ozonwerte steigen täglich. Die Zahl jener Messstellen, an denen die Informationsschwelle überschritten wurde, hat rasant zugenommen und es sind aufgrund der Hitze weitere Belastungen zu erwarten. Die zuständigen Landeshauptleute sollten aufhören, den Sand in den Kopf zu stecken", so der Umweltsprecher der NÖ Grünen, LAbg. Martin Fasan, zu laufenden Ozondiskussion. Die Grünen fordern kurzfristig eine Verbesserung der Information. Fasan:
"Vor allem Kinder und ältere Menschen müssen besser über die drohende Gefahr informiert werden."

Bereits im Sommer 2003 wurde in einer Studie für die Länder Wien, NÖ und Burgenland festgestellt, dass der Grossteil der Ozon bildenden Schadgase (insbesondere NOx) durch den Verkehr hervorgerufen wird. Für Niederösterreich wurde damals durch ein Tempolimit von 70 km/h eine kurzfristige Reduktionsmöglichkeit von rund 8 Prozent NOx erreicht werden kann. Damit könnte unter Umständen die Überschreitung der Alarmschwelle von 240 mg/m3 Luft verhindert werden. Ein Fahrverbot für alle Fahrzeuge (LKWs und PKWs), die vor 2001 zugelassen wurden (Standard unter EURO 3) würde nach dieser Studie eine Reduktion von 40 Prozent NOx bringen.

"Diese Maßnahmen könnten nur als letzte Möglichkeit im Akutfall herangezogen werden", so Fasan und fordert vor allem den stärkeren Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Fasan: "Das Hauptproblem der Zukunft ist der massiv steigende LKW-Verkehr nach und durch Niederösterreich. Dieser ist wesentlich für die NOx - Produktion verantwortlich. Das Gebot der Stunde heißt daher Schienenverkehr statt LKW-Verkehr".

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