Umweltdachverband fordert: Neue Wasserpolitik für Österreich !

Wien (OTS) - - EU-Kommission geht nun gegen Wasserverschwendung
vor - Klage

auch gegen Österreich droht! - Klimawandel und Hitzewellen erfordert auch in Österreich eine neue Wasserschutzpolitik: EU-Wasserrecht umsetzen! Schluss mit Gratis-Wasser bei Wasserkraft und Grundwasserbewässerung ! Angemessene Beiträge für die Nutzung der Wasserressource müssen her !

Die Wasserrahmenrichtlinie wurde von der EU im Jahr 2000 in Kraft getreten. Seit damals sind die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, eine schonende und effiziente Wasserpolitik in die Wege zu leiten. Dazu gehört auch eine entsprechende Gebührenpolitik nach dem Grundsatz: "Wer Wasser nutzt, muss dafür zahlen!"

Nur so können Benutzer zu schonenendem Umgang mit unseren Wasserressourcen gebracht werden. Bis 2010 muss schließlich ein perfektes System in der Gebührenpolitik etabliert sein. "Bedenkt man, dass in der EU mehr als 20% des Trinkwasser allein durch undichte Leitungen verschwendet werden und stellt man dem die immer häufiger werdenden Dürreperioden gegenüber, sieht man die absolute Notwendigkeit raschen Handelns", so Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes.

Österreich zählt zu den größten Wasserverschwendern der EU

"Der ressourcenschonende Umgang mit Wasser soll einen wesentlichen Beitrag zu den Umweltzielen der Wasserrahmenrichtlinie, vor allem dem "guten Zustand der Gewässer" leisten. In Österreich aber ist seit dem Jahr 2000 in dieser Hinsicht nichts geschehen", so Andreas Tschugguel vom Kuratorium Wald. "Weiterhin nutzen Wasserkraftwerke unsere Ressource Wasser unentgeltlich, weiterhin wird Grundwasser unentgeltlich zur Bewässerung verwendet", so Tschugguel. Und das, obwohl das Wasser in der EU und auch in Österreich immer knapper wird. Ein rasches Umdenken ist erforderlich: Weg vom Gratis-Wasser, hin zu effizienter Nutzung.

Umweltdachverband fordert: Mehr Transparenz beim Wasserverbrauch! Wasserverbrauch muss kontrolliert werden. Es bedarf genauer Messungen und Aufzeichnungen, um Entwicklungen und Effekte erkennen zu können und die Politik darauf abzustimmen.

Wassersparsamkeit muss belohnt werden!

Der Umweltdachverband fordert Anreizmodelle, damit Benutzer noch mehr dazu angehalten werden, sparsam mit der Ressource Wasser umzugehen.

Es ist vor allem nicht einzusehen, wenn private Trinkwasserfirmen nur Erstinvestitionen tätigen und wegen des "shareholder value" auf die kostenintensive Wartung bzw. Sanierung verzichten, wodurch EU-weit über 20% des Trinkwassers durch undichte Leitungen versickert, so Dr. Gerhard Heilingbrunner.
"Gute Ideen gegen Wasserverschwendung sind gefragt. Wassersparsame Wasserhähne, Duschköpfe,Toilettespülungen sollten nun auch in Österreich gefördert werden. Der Einbau von eigenen Nutzwassersystemen bei größeren Neubauten muss verpflichtend vorgeschrieben werden", so Heilingbrunner.

Für Wasserkraftwerke: Abgabe für Nutzung des Wassers
Auch bei Wasserkraftwerken müssen nun endlich die europarechtlichen Vorgaben erfüllt werden, Heilingbrunner. Das heißt, dass endlich eine Abgabe für die bisherige Gratis-Nutzung der Ressource Wasser eingeführt wird.

Daher fordet der Umweltdachverband:

  • Nutzungsbeitrag für den Naturverbrauch von Wasserkraftwerken in der Höhe von ca.1,5 Cent/kWh unter Berücksichtigung von Effizienzkriterien.
  • Keine Belastung der KonsumentInnen (Finanzierung aus den Gewinnen der Energieversorger).
  • Ausnahme der Kleinwasserkraft bis 1 Megawatt und Staffelung bis 2 Megawatt.
  • Bei Neubau von Wasserkraftanlagen Staffelung des Nutzungsbeitrags in den ersten 6 Jahren.
  • Speicherzuschlag für übermäßigen Naturverbrauch von Speicherkraftwerken.
  • Zweckwidmung der Einnahmen von ca. 546 Mio. Euro (bei Energieerzeugung 2004 von 36.500 GWh) für einen Fonds "Naturverbrauch Wasserkraft" - zur Finanzierung langfristiger Renaturierungsmaßnahmen im Sinne der EU-WRRL, ökologischem Hochwasserschutz, Ausgleichzahlungen für Erschließungsverzicht und Förderungen erneuerbare Energien sowie Maßnahmen zur Umsetzung der WRRL, so das aktuelle Wasserschutzforderungsprogramm des Umweltdachverbandes.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Gerhard Heilingbrunner
Präsident Umweltdachverband (UWD)
Tel. 0664/38 18 462
E-Mail: office@umweltdachverband.at
http://www.umweltdachverband.at

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