Löwen besiegen Bundesligist Arminia Bielefeld 1:0

München (ots) -

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Löwen-Fanclubs Bad Reichenhall 1977 besiegten die Löwen im Nonner Stadion den Bundesligisten Arminia Bielefeld durch ein Tor von Daniel Bierofka in der 5. Minute mit 1:0. Beide Teams hatten auf ihre Gage verzichtet. Der gesamte Erlös dieses Spiels, das 2.500 Zuschauer sehen wollten, kommt in vollem Umfang den Opfern und Hinterbliebenen des Eishallenunglücks in Bad Reichenhall zugute. 1860-Coach Marco Kurz musste im Grenzland zu Österreich auf Markus Schroth (Sehnenentzündung), Benjamin Schwarz (Leistenprobleme), Lars Bender (Muskelzerrung), Alexander Eberlein (EM mit der U19) und José Holebas (Einsatz in der U23) verzichten. Trotzdem besaßen die Löwen kurz nach dem Anpfiff die Riesenchance zur Führung. Berkant Göktan hatte einen "tödlichen" Pass auf Antonio Di Salvo gespielt. Der Italiener lief von halbrechts alleine auf Bielefelds Torhüter Mathias Hain zu, wollte es aber im Abschluss zu genau machen und traf nur das Außennetz neben dem Kreuzeck des kurzen Pfostens (2.). Drei Minuten später machte es Daniel Bierofka besser. Der dreifache Nationalspieler setzte Innenverteidiger Nils Fischer in der Mitte unter Druck, wodurch dieser einen zu kurzen Rückpass spielte. Bierofka setzte nach, erreichte das Leder vor Keeper Hain, umkurvte den Schlussmann und traf souverän zum 1:0 (5.). In der 8. Minute kamen die Ostwestfalen erstmals gefährlich vors Tor von Löwen-Keeper Michael Hofmann, doch Leonidas Kampantais, Neuzugang von AEK Athen, köpfte genau in die Arme des Goalies. Kurze Zeit später lag jedoch der Ball in seinem Tor. Nach einem Getümmel im Löwen-Strafraum kam das Leder zu Markus Bollmann, der mit einem Drehschuss aus elf Metern traf. Doch Schiedsrichter Roland Greth erkannte das Tor zu Recht nicht an, da Bollmann vorher den Ball mit der Hand mitgenommen hatte (10.). So blieb es bei der Führung für 1860. Göktan versuchte es in der 21. und 25. Minute jeweils mit einem Distanzschuss; beide Male landete das Leder weit über dem Arminen-Tor. Dazwischen war es Bierofka, der mit einem Linksschuss aus 20 Metern nur das Außennetz traf (22.). Der Bundesligist besaß zwar mehr Spielanteile, hatte aber kaum zwingende Chancen, weil die Löwen sehr gut in der Defensive standen. Ihrerseits spielten sie in Ballbesitz zielstrebig und gradlinig mit wenig Ballkontakten nach vorne. Aus einem solchen Konter entstand in der 35. Minute ein schulbuchmäßiger Angriff, dem nur das Erfolgserlebnis verwehrt blieb. Göktan hatte einen öffnenden Pass auf die rechte Seite zu Josh Wolff gespielt. Der US-Amerikaner legte sofort auf den heranstürmenden Markus Thorandt ab, der aus vollem Tempo den Ball genau über Hain hinweg auf den zweiten Pfosten flankte. Di Salvo sprintete in das Leder, bekam aber etwas zu sehr Rückenlage, sodass er aus drei Metern über das leere Bielefelder Tor schoss. Damit blieb es bei der knappen Halbzeitführung. Auch in den zweiten 45 Minuten sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes, hart umkämpftes Spiel. Die Löwen versuchten wie in der ersten Halbzeit mit wenigen Ballkontakten zum Erfolg zu kommen, doch das Manko war, dass der finale Pass entweder sein Ziel nicht erreichte oder zu spät gespielt wurde. Auf der Gegenseite konnten sich die Bielefelder nur selten gegen die gut gestaffelte Löwen-Defensive durchsetzen. So resultierte die erste Chance in Halbzeit zwei aus einem indirekten Freistoss von der Strafraumgrenze. Der Flachschuss von Marcel Schäfer hätte genau ins untere Eck gepasst, doch der eingewechselte Rowen Fernandez, Neuzugang von den Kaizer Chiefs (Südafrika), tauchte ab, parierte den strammen Schuss von Schäfer (73.). Beinahe hätte das Team von Marco Kurz selbst für den Ausgleich gesorgt. Nach einer Flanke von Jonas Kamper lenkte ein Löwen-Bein den Ball genau aufs kurze Eck ab. Philipp Tschauner, der für Hofmann nach der Pause das Tor hütete, konnte das Leder mit den Fingerspitzen gerade noch um den Pfosten drehen (76.). Zittern mussten die Blauen nochmals in der Schlussminute. Aus stark abseitsverdächtiger Position kam Artur Wichniarek an den Ball, lief alleine auf Tschauner zu, wollte ihn umspielen. Doch der 22-Jährige blieb zunächst lange stehen und fischte dann dem Polen das Leder vom Fuß (90.). Damit sicherte der junge Keeper den Sechzigern den verdienten 1:0-Erfolg gegen den Bundesligisten. "Wir haben ein Tor geschossen, hinten keins bekommen, deshalb geht der Sieg auch in Ordnung", brachte es Löwen-Coach Marco Kurz auf einen kurzen Nenner. "Der Gegner hatte im gesamten Spiel nur eine Torchance - und das in der Schlussminute!" Für Euphorie bestehe aber trotzdem kein Grund. "Wir wissen den Erfolg richtig einzuordnen. Schließlich war es nur ein Vorbereitungsspiel." Was den 38-Jährigen aber positiv stimmte, sei die erneute Steigerung zum vorangegangenen Testspiel gegen Sparta Prag gewesen. "Die Mannschaft hat über 90 Minuten eine sehr konzentrierte Leistung geboten und von Beginn an eine hohe Aggressivität gezeigt. Auch die läuferische Darbietung seines Teams stimmte ihn optimistisch. "Die Jungs haben richtig Gas gegeben." Das einzige, was Kurz zu bemängeln hatte: "Dass der finale Pass nicht kam" und die Chancenverwertung. 1860: 1 Hofmann - 16 Thorandt, 19 Ghvinianidze, 5 Berhalter, 4 Hoffmann - 8 D. Schwarz, 25 Ledgerwood - 11 Wolff, 10 Göktan, 7 Bierofka - 9 Di Salvo. Ersatz: 1 Hofmann - 3 Schäfer, 17 S. Bender, 18 Gebhart, 20 Burkhard, 27 Ziegenbein, 30 Szukala, 33 Johnson. Bielefeld: 1 Hain - 6 Bollmann, 30 Fischer, 4 Gabriel, 41 Rodenberg - 29 Aigner, 40 Nkosi, 31 Kucera, 24 Ndjeng - 27 Kampantais, 22 Zuma. Ersatz: 23 Fernandez - 2 Schuler, 14 Kamper, 18 Wichniarek, 19 Korzynietz, 21 Langkamp. Wechsel: Tschauner für Hofmann (46.), Ziegenbein für Bierofka (52.), Johnson für Wolff (58.), Schäfer für Hoffmann (63.), Gebhart für Di Salvo (70.), S. Bender für Ledgerwood (75.), Szukala für Berhalter (75.), Burkhard für Thorandt (75.) - Korzynietz für Fischer (46.), Wichniarek für Kampantais (46.), Kamper für Aigner (46.), Schuler für Rodenberg (46.), Fernandez für Hain (46.). Tor: 1:0 Bierofka (5.). Gelbe Karte: Di Salvo -. Schiedsrichter: Roland Greth (Menning). Zuschauer: 2.500 im Stadion Nonner Au in Bad Reichenhall.

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