Niederwieser an Neugebauer: Nicht die Eltern, sondern ÖVP ist Schuld am bildungspolitischen Aufholbedarf!

Wissenschaftliche Berichte und Studien zeigen, dass eine Neue Mittelschule wichtig und richtig ist

Wien (SK) - "Als Sommerlektüre empfehle ich meinem Kollegen Fritz Neugebauer sowohl den aktuellen OECD-Bericht, wie auch die hervorragende Studie des Linzer Universitätsprofessors Johann Bacher, in denen unsere bildungspolitischen Forderungen auch wissenschaftlich bestätigt werden", erklärte heute SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

So meint Neugebauer in der heutigen "Presse", dass Erfahrungen aus den 70er und 80er Jahren zeigen würden, dass die Gesamtschuldebatte keine Perspektive hätte. "Der ÖVP-Bildungssprecher hat anscheinend vergessen, dass wir uns im Jahr 2007 befinden und sich in diesem Bereich sehr viel getan hat", betonte Niederwieser. Belegt wird dies durch die empirische Studie von Johann Bacher, der eine gesamteuropäische Untersuchung des Gesamtschulsystems durchgeführt hat. Insbesondere die soziale Auslese wird durch eine gemeinsame Mittelstufe. Gleichzeitig wird die individuelle Unterstützung der SchülerInnen erhöht. Auch zeigen Länder mit gemeinsamer Sekundarstufe auch einen höheren Anteil an SchülerInnen mit Spitzenleistungen.

Verwundert reagiert der SPÖ-Bildungssprecher auf die Forderung Neugebauers nach einer Reduktion der SchülerInnenzahl auf 15 in der ersten und zweiten Klasse Volksschule. "Gerade unter Bildungsministerin Gehrer kam es zu massivem LehrerInnenabbau. Es ist die SPÖ-geführte Regierung und Bildungsministerin Schmied, die hier einen Kurswechsel durchgesetzt hat und nun die Klassenschülerzahlen senkt. Wenn Neugebauer nun eine weitere Senkung will, dann sollte er sich an den Finanzminister wenden."

Als indiskutabel bezeichnete Niederwieser die Aussagen Neugebauers, der den Grund für die Mängel im österreichischen Schulsystem in der Berufstätigkeit der Eltern gelegen sieht. "Die Verantwortung für den Aufholbedarf trägt einzig und alleine die ÖVP, die sich in den Jahren unter Bildungsministerin Gehrer gegen jede Art des Reformdialogs gestellt hat. Sich in dieser Situation auf die Eltern auszureden, zeugt von politischer Schwäche", kritisierte Niederwieser abschließend. (Schluss) ah

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