Van Staa in NEWS: "Ich fürchte Dinkhauser nicht, Tirol ist gut aufgestellt.

Schwarzer Bruderkrieg: Fritz Dinkhauser präzisiert, wie und warum er Landeshauptmann werden will.

Wien (OTS) - Nach Salzburg und der Steiermark wankt offenbar das dritte bisherige "schwar-ze" Kernland, die ÖVP-Hochburg Tirol. Der Innsbrucker Arbeiterkammer-Präsident Fritz Dinkhauser, ÖVP, präzisiert nun gegenüber NEWS, wie er bei der Tiroler Landtagswahl 2008 den amtierenden ÖVP-Landeshauptmann Her-wig van Staa vom Thron stoßen will. Dinkhausers Ziel: Rund 20 Prozent an Stimmen, "denn die ÖVP ist zur Wählervertreibungs-Partei geworden." Jüngste Tirol-interne Umfragedaten signalisieren ihm bereits starke Werte:19 Prozent würden bei einer Landeshauptmann-Direktwahl schon jetzt für ihn stimmen, nur mehr 32 Prozent für Herwig van Staa. Und: Die aktuellste Parteidaten von SPÖ, Grünen, Dinkhauser und der FPÖ zusammen weisen in Tirol bereits eine Mehr-heit jenseits der seit 60 Jahren dominanten ÖVP aus.

Der amtierende Landeshauptmann Herwig van Staa winkt im Interview mit NEWS - noch - cool ab: "Natürlich wird seine Kandidatur allen Parteien Stim-men kosten." Zugleich aber weist van Staa Gerüchte zurück, Dinkhauser trete ohnehin nur an, um der ÖVP die Macht zu sichern bzw. sie danach mit ihr zu teilen: " Die ÖVP-Tirol wird sich nie auf eine Landeshauptmann- Halbzeitlö-sung einlassen, jedenfalls nicht unter meiner Führung." Hingegen schließt van Staa Bestrebungen aller anderen Parteien, die ÖVP von der Macht zu verdrän-gen, indem sie Fritz Dinkhauser zum Landeshauptmann küren, durchaus für möglich:
"Mit solchen Konstellationen muss man in der Politik immer rechnen." Dinkhauser selbst über den Tag nach der Wahl und allfällige spektakuläre Koa-litionsbildungen: "Nach der Wahl, wenn der Bär geschossen ist, wird das Fell verteilt. In einer offenen Art, wo für alle alles möglich ist. Prinzipiell aber will ich ein bürgerliches Tirol und dem Land ein steirisches oder Salzburger Schick-sal ersparen."

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