Margarine und Speiseöle werden teurer

Stark steigende Rohwarenpreise zwingen die Branche zu Preisanpassungen

Wien (PWK533) - Der spürbare Anstieg der Kosten für Rohwaren/Ölsaaten in den letzten 12 Monaten zwingt die österreichischen Hersteller von Margarinen und Speisölen, ihre Kalkulationen den gestiegenen Preisen anzupassen. Mit einer Anhebung der Preise für Margarine und Speiseöle ist daher in nächster Zeit zu rechnen.

Vor allem die Kosten für Rohwaren sind im letzten halben Jahr auch aufgrund der Entwicklung der Mineralölpreise drastisch gestiegen. "Die Mineralölsubstitution wird weltweit immer attraktiver, das manifestiert sich in deutlich steigenden Rohwarenpreise auf den internationalen Märkten", wird aus dem Verband der Speiseöl- und Fettindustrie vermeldet.

Gegenüber dem Vorjahr sind insbesondere die Preise für Sonnenblumensaat (+26%) und Rapssaat (+15 %) weiter stark gestiegen. "Eine intensive Förderung von Biotreibstoffen der zweiten Generation (Biomasse, Abfall etc.) ist wünschenswert. Es stimmt nachdenklich, wenn man sieht, dass weltweit vermehrt Rohstoffe der Nahrungsmittelerzeugung für die Energiegewinnung verwendet werden. Die damit verbundenen drastischen Verteuerungen auf den internationalen Märkten müssen sich unweigerlich auch auf die Lebensmittelpreise auswirken", gibt ein Unternehmensvertreter zu bedenken.

Auch die Einstandskosten für andere Rohöle bzw. Raffinate erreichten auf den internationalen Märkten Anfang Juli im Vergleich mit dem Vorjahr Spitzenwerte (z.B. Palmöl raffiniert +55 %, Sojaöl gentechnikfrei +20 % und Kokosöl raffiniert +41 %).
"Wenn man bedenkt, dass der Anteil der genannten Rohstoffe bei Margarine bis zu 80% und bei Speiseölen praktisch 100% ausmacht, wird deutlich unter welchem Kostendruck wir stehen", heißt es aus der betroffenen Branche. (us)
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