Bischof Küng leitete Begräbnis von Kaplan Paterno

"Er wandte sich besonders jenen zu, die nichts besonders nahe bei der Kirche waren" - Achtung Sperrfrist, Mittwoch, 18. Juli, 14.30 Uhr

Wien-St. Pölten, 18.7.07 (KAP) "Sein Tod ist für uns eine Herausforderung, ein Schmerz, Grund zur Dankbarkeit, eine Botschaft und auch Anlass für eine innige Bitte an Gott": Mit diesen Worten nahm der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng Abschied von August Paterno, der am 18. Juli in Pulkau beigesetzt wurde. Zur Kernbotschaft von Paternos Lebens habe eine Stelle aus dem Johannesevangelium gehört: "Gott hat seinen Sohn in die Welt gesandt. Und er ist gekommen, nicht zu richten, sondern zu retten". Um das den Menschen zu sagen, sei Paterno Priester geworden und habe sich mit Vorliebe jenen zugewandt, die nicht besonders nahe bei der Kirche waren, charakterisierte Bischof Küng die pastorale Arbeit des Vorarlberger Priesters.

Der Bischof erinnerte an die Tätigkeit Paternos im ORF (etwa in der Radioreihe "Einfach zum Nachdenken" oder der TV-Reihe "Fragen des Christen"), durch die die "einfachen und doch tiefsinnigen Gedanken" des TV-Kaplans "in die Wohnstuben und die Herzen vieler Österreicher" gelangten. Was Paterno sagte, sei lebensnah gewesen und habe doch die Fragen und Sehnsüchte der Menschen berührt, unterstrich Bischof Küng. Paterno sei stets den Menschen zugewandt gewesen, was ihm einerseits Kritik einbrachte, aber auch Türen öffnete und er habe vielen helfen können, zu denen gewöhnlich kein Priester Zugang finde.

Paterno habe aber auch "ein feines Sensorium für die Nöte der Menschen" gehabt. Das habe etwa auch für die Situation im Nahen Osten gegolten, stets habe er versucht, das friedliche Miteinander unterschiedlicher Völker zu fördern. So sei auch das "Europahaus Pulkau" entstanden. Dass der gerade fertig gestellte Dachbodenausbau beim Begräbnis gesegnet werden konnte, sei "wie ein Vermächtnis, das er uns hinterlässt", aber auch ein Zeichen der Liebe und Dankbarkeit seiner Freunde im "Pulkauer Kreis", die die Ausführung des Projektes möglich gemacht haben. (forts mgl)
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