AUF/Exekutive Wien: Wird Polizei am Karlsplatz für politische Schönfärberei missbraucht?

Wien, 18.07.2007 (fpd) - Weil das Drogenkonzept der Gemeinde Wien für den Karlsplatz bisher kläglich gescheitert ist, versucht man nun offensichtlich über die Polizei die Statistik zu beschönigen, so Werner Herbert, Vorsitzender der AUF-Exekutive/Wien.

Denn laut einem Befehl des LPK-Wien dürfen nämlich seit einigen Wochen die Exekutivbeamten am Karlsplatz nur mehr im Bereich der Opern- und Kärntnertorpassage vor den dort ansässigen Geschäften gut sichtbar patrouillieren. Jede Abweichung von diesem vorgegebenen Streifenbereich ist tunlichst zu vermeiden. Eine polizeistrategisch nicht nachvollziehbare Maßnahme, denn schließlich ist dort erfahrungsgemäß die Wahrscheinlichkeit, ein Suchtgiftdelikt im Passagenbereich wahrzunehmen, weit aus geringer als am angrenzenden Karlsplatz oder im Resselpark, meint Herbert.

Dass diese Maßnahme erste Auswirkungen auf die Statistik zeigt, liegt auf der Hand. Die Statistikzahlen der Suchtgiftkriminalität im Bereich des Karlsplatzes (Festnahmen, Anzeigen, sichergestelltes Gut) purzeln in den Keller und haben sich im konkreten Zeitraum um ca. die Hälfte reduziert, so Herbert, der weiter meint, dass schließlich alle verfügbaren Exekutivbeamten für den angeordneten gut sichtbaren Streifendienst im Passagenbereich eingesetzt werden.

Offenbar will man mit dieser - seitens dem Landespolizeikommando Wien -angeordneten Maßnahme das Versagen der Wiener Drogenpolitik kaschieren, um so die ausufernde Suchgiftproblematik zumindest statistisch in den Griff zu bekommen. Traurig sei in diesem Zusammenhang nur, dass die Polizei am Karlsplatz wieder einmal für das Versagen der Wiener Drogenpolitik herhalten muss und motivierte sowie gut ausgebildete und szenekundige Exekutivbeamte als "Show-Inspektoren" herhalten müssen, meint Herbert abschließend. (Schluss) paw

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