Neubauer: Sanierung der "kranken" Kassen nicht auf Kosten der Senioren!

Von Kindern bis Senioren: Kdolsky wird Bedrohung für Österreich

Wien (OTS) - "Bundesministerin Kdolsky wird langsam zu einer
echten Bedrohung für die Menschen in diesem Land", sagte heute der Generalsekretär des Österreichischen Seniorenringes, FPÖ-NAbg. Werner Neubauer.

Zuerst hätte Kdolsky einen tiefen Einblick gewähren lassen, was sie als Familienministerin von "lästigen Kindern" halte, so Neubauer, "und in der Folge verteilte sie Kondome in Schulen, offenbar um solche lästigen Kinder auch rechtzeitig zu verhindern. Als "Diva" am "Life-Ball" biederte sie sich als Familienministerin den Lesben und Schwulen an, die ja für den Nachwuchs nicht unmittelbar einen Beitrag leisten." Nach der bekannt zweifelhaften Position Kdolskys zum Kindergeld, würde sich die Ministerin nun mit den Senioren anlegen.

"150 Millionen Euro sollen die Krankenkassen laut Regierungsübereinkunft im Vergleich zum Vorjahr einsparen. Wieder einmal weiß die "Nachwuchshoffnung" der ÖVP aber nicht, wie dies auch umgesetzt werden soll. Wahrscheinlich müssen die Sozialpartner die heißen Kartoffeln aus dem Feuer holen", stellte der Generalsekretär des Österreichischen Seniorenringes weiter fest. Diese wären beauftragt worden, die Aufteilung dieser 150 Millionen festzulegen. "Dass bei den Medikamenten rigorose Kürzungen ins Haus stehen, dürfte eine ausgemachte Sache sein. Nun warnt bereits die Ärztekammer NÖ vor einer einseitigen Sanierung der Kassen zu Lasten der Ärmsten in unserem Land."

"Vor allem Patienten, die an Volkskrankheiten wie Krebs, Rheuma oder Depressionen leiden, könnten die großen Verlierer sein", meint der Leiter des Medikamentenreferats der Ärztekammer, Otto Pjeta. Diese seien besonders auf die neuesten Medikamente angewiesen.
Neubauer sieht sich durch diese Fachmeinung in seiner Haltung bestätigt und befürchtet, dass dieses Vorgehen auf eine Rationierung zulasten der Patienten hinauslaufen werde. Er bemängelt, dass die Politik "nicht die Aufgaben macht, für die sie zuständig ist -nämlich im Krankenhausbereich, wo nichts weitergeht, oder in der Zusammenlegung der Kassen selbst".

Neubauer schließt sich in diesem Zusammenhang den Aussagen des ehemaligen FPÖ-Staatsekretär Waneck an, der meinte, wenn auch bei den Labor- und Radiologenkosten gekürzt werden sollte, habe er Sorge, dass das in Richtung Qualitätsminderung und Mehrklassenmedizin gehe und wenn das umgesetzt werden sollte, wir uns von den hohen Standards, die wir jetzt im Gesundheitswesen haben, verabschieden müssten.

ÖSR-Generalsekretär Neubauer erinnerte deshalb gemeinsam mit der FPÖ-Gesundheitssprecherin, NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein an die freiheitlichen Forderungen in diesem Zusammenhang: Die Halbierung des Mehrwertsteuersatzes auf alle Medikamente und eine Senkung der Selbstbehalte und der Rezeptgebühr auf Generika seien dringend nötig. "Ich fordere Bundesministerin Kdolsky im Namen aller älteren, kranken Menschen auf, endlich von Ihren ministeriellen Möglichkeiten Gebrauch zu machen, und die oft angekündigten und wieder zurückgezogenen Strukturreformen durchsetzen", sagte Belakowitsch-Jenewein und schloss mit der Bitte an die Ministerin, die Industrie zu Preisnachlässen zu bewegen und mit Großhandel und Apotheken zu verhandeln, damit sich diese mit geringeren Handelsspannen zufrieden geben.

Die Gesundheitsministerin möge sich lieber beim Hauptverband dafür stark machen dass Generika im Vergleich zu Erstmedikamenten nicht in Kleinpackungen auf den Markt müssten, sondern mindestens die gleiche Packungsgröße haben. Dadurch würden diese häufiger zum Einsatz kommen, was ganz automatisch zu einer Entlastung des Gesundheitsbudgets führen würde, appellierten Neubauer und Belakowitsch-Jenewein abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0002