AK Erhebung: Preisdschungel bei den Fahrschulen (1)

Teures Niederösterreich und Vorarlberg - Große Auswahl und günstiger in Wien

Wien (OTS) - Wer den B-Führerschein macht, hat es mit Preisvergleichen sehr schwer. Denn Fahrschulen bieten bundesweit unterschiedliche Mindestfahrstunden an - zwölf bis 18. Zwölf sind gesetzlich vorgeschrieben, der Führerschein mit zwölf Fahrstunden wird bereits um die 1.000 Euro angeboten. "Aber es kann um einiges teurer werden. Denn der Endpreis des Mehrphasen-Führerscheins ist davon abhängig, wie viele Zusatzfahrstunden sich ein Fahrschüler nehmen muss, um prüfungstauglich zu sein und wie viel die zweite Phase kostet", sagt AK Experte Richard Ruziczka. Eltern und Jugendliche müssen für die Gesamtausbildung daher mit durchschnittlich 1.550 Euro rechnen. Hinzu kommen noch Kosten von bis zu 250 Euro für Lernunterlagen, Erste-Hilfe-Kurs, Arzt und Behörden. Das zeigt eine bundesweite AK Erhebung (außer Oberösterreich) bei knapp 330 Fahrschulen.

Was kostet der B-Führerschein inklusive zweiter Phase (gerechnet mit 18 Fahrstunden)

Bundesland billigster teuerster Schein Differenz Durchschnitt Wien 1.198 Euro 1.583 Euro 385 Euro 1.456 Euro Burgenland 1.360 Euro 1.660 Euro 300 Euro 1.497 Euro NÖ 1.376 Euro 1.847 Euro 471 Euro 1.667 Euro Steiermark 1.344 Euro* 1.714 Euro 370 Euro 1.469 Euro Kärnten 1.381 Euro 1.736 Euro 355 Euro 1.537 Euro Salzburg 1.379 Euro 1.702 Euro 323 Euro 1.526 Euro Tirol 1.213 Euro 1.715 Euro 502 Euro 1.497 Euro Vorarlberg 1.549 Euro 1.766 Euro 217 Euro 1.690 Euro

*) ohne Aktionspreise im Mai

Niederösterreich und Vorarlberg haben das höchste Preisniveau. Zwischen der teuersten Fahrschule in Niederösterreich und der günstigsten in Wien liegen knapp 650 Euro! Auffallend in Kärnten ist das hohe Preisniveau der Villacher Fahrschulen. Die Gesamtausbildung kostet im Schnitt 1.690 Euro und ist damit die teuersten in Kärnten. Zum Vergleich: Im 40 Kilometer entfernten Klagenfurt zahlen FührerscheinkandidatInnen um bis zu 260 Euro weniger. Die größte Auswahl und die günstigsten Fahrschulen gibt’s in Wien. Im Vergleich zu 2006 sind die Führerscheinpreise in etwa gleich geblieben.

Seit Jänner 2006 sind nur mehr zwölf Fahrstunden gesetzlich vorgeschrieben. Allerdings können "je nach Können und Fortschritt des Fahrschülers" noch zusätzliche Fahrstunden anfallen. Bei durchschnittlich rund 50 Euro pro Fahrstunde kann das den Preis noch in die Höhe treiben. Da die erste Phase der Ausbildung mit zwölf bis 18 Fahrstunden österreichweit angeboten wird, wurde für die Erhebung ein durchschnittlicher Bedarf von 18 Stunden angenommen, so viel, wie früher gesetzlich vorgeschrieben war.

Die AK hat Ende Mai die Preise für die B-Mehrphasen-Ausbildung durch das Marktforschungsinstitut Kreutzer, Fischer & Partner bei 329 Fahrschulen in Österreich (außer OÖ) erheben lassen. Im Preis sind die vergleichbaren Gesamtkosten (ohne Erste-Hilfe-Kurs, Lernunterlagen, Arzt und Behörden) für 18 Fahrstunden:
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