BMHS-Gewerkschaft-Umfrage - Auch Schulen dürfen träumen: mehr Raum, mehr Zeit, mehr Geld

Wien (OTS) - In einer Befragung (Auftraggeber BMHS-Lehrer in der GÖD) aller berufsbildenden mittleren und höheren Schulen in Österreich (Gewerkschaftliche Betriebsausschüsse, Direktoren) über mögliche Entwicklungen im Sekundarbereich II, der Oberstufe, lehnt die Mehrheit die Trennung der Sekundarstufe I (10 bis 14-Jährigen) in eine allgemeinbildende und eine berufsbildende Unterstufe ab. Bekanntlich plant ja Ministerin Schmied die Einführung von Schulcluster bestehend aus einer oder mehreren Hauptschulen und einem BORG (Kärntner Gesamtschule). Die Hauptschule dient somit künftig dem Oberstufenrealgymnasium als Unterstufe. Das Modell wäre auch für die BMHS anwendbar. Zur besseren Vorbereitung auf die spätere Berufswahl könnten künftig Hauptschulen enger mit weiterführenden berufsbildenden mittleren und höheren Schulen kooperieren.

Derzeit pflegen mit 51 Prozent der befragten Schulen mehr als die Hälfte aller BMHS in Österreich engen Kontakt zu den Hauptschulen. Die Modelle reichen von Schnupperkursen über Benützung der schulischen Einrichtungen bis zur Lehrstoffidentität einzelner Lehrplanteile (steirische Realschulen). Unsere Schulen würden es sehr begrüßen, könnten sie ihre Zusammenarbeit mit den Hauptschulen stärker ausbauen. Dies wünschen sich 86 Prozent der Befragten. Engere Kooperationen würden gerade im städtischen Bereich die Position der Hauptschulen stärken. So könnte z.B. gerade im letzten Hauptschuljahr für interessierte Schülerinnen und Schüler Teile des Unterrichts an beiden Schulformen abgehalten werden.

Eine klare Absage erteilen die Befragten der Modularisierung der BMHS dahingehend, künftig gemeinsame Lehrpläne für AHS und BHS einzuführen bzw. den Unterricht über den gesamten Ausbildungszeitraum im Kurssystem anzubieten (68 Prozent "nein", 32 Prozent "ja").
Sehr wohl positiv sehen es unsere Schulen, könnten sie in einzelnen Klassen den Unterricht im Kurssystem abhalten. Bevorzugt wird eindeutig die Einführung ab der 3. Klasse.

Was Schulen sich wünschen

In Kurzform: mehr Zeit, mehr Raum, mehr Geld.

Die häufigsten Antworten auf die Frage "Vorausgesetzt, die budgetären Mittel stünden zur Verfügung, welche Maßnahmen würden Sie sich für Ihre Schule wünschen".

  • Klassenschülerhöchstzahl 25
  • ausreichende Ressourcen für SchülerInnen mit Migrationshintergrund
  • ausreichende Ressourcen für Betreuung der Schüler mit Problemen
  • ausreichende Ressourcen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung an den BMHS
  • ausreichende Ressourcen zur Förderung der Schüler mit Defiziten
  • Einsatz der Ressourcen nach lokalem Bedarf, also keine zentralen Vorgaben
  • ordentlich dimensionierte Arbeitsräume/-plätze für LehrerInnen
  • Einsatz von Sozialarbeiterinnen und Schulpsychologen
  • ausreichende Ressourcen für Fortbildung
  • höhere Dotierung des Sachbudgets z.B. zur Verbesserung der techn. Ausstattung
  • ausreichende Ressourcen für Zusatzangebote (Freigegenstände)
  • ausreichende Ressourcen für EDV-Betreuung, Medienbetreuung
  • wieder Einführung der Klassenvorstandsstunde
  • schulpsychologische Betreuung weiter ausbauen
  • Spielraum im Werteinheitenkontingent für lt. Schule notwendige Gruppenteilungen
  • Raum und Zeit f. Schüler/innen hins. ihrer Teilleistungs- u. Lernschwächen

Rückfragen & Kontakt:

Prof. Mag. Jürgen Rainer
Vorsitzender BMHS - Gewerkschaft
Tel.: 0664 - 4981430

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