Weinzinger zu Bures: Ideenlosigkeit bei der Frauenförderung

Verbindliche Frauenquoten statt frommer Wünsche gefordert

Wien (OTS) - "Frauenministerin Bures verkauft wieder einmal unverbindliche Maßnahmen wie die Ausschreibung von Preisen für Unternehmen, die frauen- und familienfreundlich sind, als wirksame Frauenförderungsmaßnahme. Frauenpolitisch wirksame Maßnahmen wie verpflichtende Frauenquoten in Aufsichtsräten werden von Bures nicht einmal angedacht", meint Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen.

"Wünsche der Politik an die Privatwirtschaft, das Thema Gleichbehandlung ernst zu nehmen, gibt es schon seit Jahrzehnten. Auf freiwilliger Basis kommt es hier zu keinem Umdenken, das beweist die immer größer werdende Einkommensschere zwischen Frauen und Männern", so Weinzinger. Zum Verkünden freiwilliger Angebote an die Privatwirtschaft brauche es keine Frauenministerin. Wenn Frauenpolitik ernsthaft betrieben werde, dann würde die Prioritätensetzung bei verbindlichen und wirksamen Maßnahmen wie z.B. klar definierten Quotenregelungen in Aufsichtsräten liegen. "Die Verknüpfung der Wirtschaftsförderung mit einer Überprüfung der Gleichbehandlung im Unternehmen, z.B. nach dem Modell der Grünen GleichbehandlungsBilanz, wäre hier ein Schritt in die richtige Richtung. Doch wie immer lassen hier konkrete und verbindliche Ansätze zur Umsetzung auf sich warten", so Weinzinger.

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