FP-Jung: Wiener Wohnen unterstützt Kinderfeindlichkeit

Toleranzgrenze von Nachbarn bezüglich Kinderlärm sinkt weiter

Wien (fpd) - Wiener Wohnen macht weiterhin keinerlei Anstalten der Großfamilie Fellner unter die Arme zu greifen und bleibt auf ihrem Standpunkt, diese wegen angeblicher Lärmbelästigung der Kinder zu delogieren, kritisiert der Wiener FPÖ Gemeinderat Mag. Wolfgang Jung. Die 9 Familienmitglieder, die seit 13 Jahren in dem Favoritner Gemeindebau leben, sollen nun ausziehen und in die Kastanienallee übersiedeln. Dort steht ihnen ein nur 50m2 großes Zimmer zur Verfügung, welches natürlich und ohne jeden Zweifel viel zu klein für 9 Personen ist.

Zu allem Übel droht die Familie daher auch noch auseinadergerissen zu werden, da die Kinder in diesem Falle in Pflegefamilien untergebracht werden müssen. Gemeinderat Jung appelliert daher an Wiener Wohnen, den Fellners zumindest eine Ersatzwohnung anzubieten. Es könne nicht sein, dass eine kinderreiche Familie, bei sinkenden Geburtenraten, statt unterstützt auch noch dafür bestraft wird, empört sich Jung.

Wo käme man da hin, wenn Menschen, die sich von Kindern gestört fühlen, von Wiener Wohnen Recht bekommen. Die Politik habe die Pflicht, die Schwächsten unserer Gesellschaft - nämlich die Kinder -zu unterstützen und zu schützen. Vor diesem Hintergrund sei es auch bemerkenswert, dass in Wien mittlerweile eine massiv kinderfeindliche Stimmung um sich greife. Das ungeheuerliche Fehlverhalten eines Floridsdorfers, der seine Nachbarfamilie mit einer Pistole bedrohte, weil ihre Kinder zu laut im Pool badeten, dürfe nicht geschürt werden. Es sei jedoch kein Wunder, dass solche Untaten mittlerweile zum Alltag in Wien gehören. Nicht zuletzt leiste Wiener Wohnen mit ihrer kinderfeindlichen Wohnungspolitik solchen Entwicklungen Vorschub. Es stelle sich die Frage, wo in unserer Stadt das Herz für Kinder geblieben ist, meint Jung abschließend. (Schluss) hn

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