ÖSTERREICH: Fenz nennt ÖVP-Vorschlag für Vorschuljahr absurd

Johannes Fenz, Präsident des katholischen Familienverbandes, wittert Alibi-Aktion beim geplanten verpflichtenden Vorschuljahr für Kinder mit Sprachproblemen

Wien (OTS) - Johannes Fenz nimmt im Gastkommentar in der morgigen (Mittwoch-) Ausgabe von ÖSTERREICH zur Koalitionsdebatte über ein verpflichtendes Vorschuljahr Stellung. Wenn, dann müsste es dieses gratis für alle geben, fordert er. Nicht nur für Kinder mit Sprachproblemen.

Fenz: "Ein verpflichtendes Kindergartenjahr muss für alle gratis sein. Ich kann nicht einerseits die Eltern zwingen, ihre Kinder in den Kindergarten zu schicken und andererseits Beiträge verlangen. Oder den Kindergarten nur für jene 3-7 Prozent gratis machen, die ihre Kinder nicht in den Kindergarten schicken. Die Drohung, die Familienbeihilfe zu streichen, sollte ein fünfjähriges Kind nicht in den Kindergarten kommen, ist absurd. Die Schule ist auch verpflichtend; niemand käme auf die Idee, jemanden, der unentschuldigt dem Unterricht fern bleibt, die Familienbeihilfe zu streichen."

Würde Sprachförderung nicht ordentlich gemacht, hätte Sie auch keinen Sinn: "Ich kann nicht mit den üblichen Gruppengrößen von 25 Kindern Sprachtraining machen. Um Erfolge erzielen zu können, sind wohl Gruppengrößen von sieben bis zehn Kindern notwendig. Außerdem sollten pro Tag mindestens zwei bis drei Stunden Sprachunterricht für nicht Deutsch sprechende Kinder statt finden. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, werden Sprachdefizite sicher nicht ausgeglichen und das verpflichtende Kindergartenjahr ist nur eine Alibi-Aktion."

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