Wien Bibliothek: Vorschau auf interessanten Ausstellungsherbst

H. C. Artmann-Schau bis 31.8. verlängert- Neue Ausstellungen über Kochbücher und Graffiti

Wien (OTS) - In einem Pressefrühstück am Dienstag präsentierte die Leiterin der Wienbibliothek, Sylvia Mattl-Wurm, gemeinsam mit ihrem Team das Herbstprogramm derselben. Zudem verwies sie auf die derzeit laufenden Ausstellungen, wie etwa den Portheim-Nachlass oder die Artmann-Schau.

Bemerkenswertes Herbstprogramm 2007

Von 19. Oktober bis 9. Mai zeigt die Wienbibliothek Wiener Kochbücher aus ihren Beständen. Unter dem Titel "Heut’ muß der Tisch sich völlig bieg’n" werden Wiener Gerichte vom Jahr 1750 bis heute anhand vielfältiger Objekte vorgestellt. So gibt es neben Kochbüchern, handschriftlichen Rezepten u.a. auch Werbeplakate, Zeitschriftenartikel und an die Wand projizierte Kochsendungen. Die Schau findet im Ausstellungskabinett (Stiege 6, 1. Stock, Tür 328) statt.

Der Fotoausstellung "Rechtsextreme Parolen und Zeichen" liegt ein Forschungsprojekt des Instituts für Graffiti-Forschung zugrunde, welches darauf abzielt, rechtsextreme Parolen in Form von Graffiti, Aufklebern und Stickern in Österreich zu dokumentieren und zu analysieren. Von 21. September bis 30. November wird im Gangbereich der Wienbibliothek anhand von Fotos eine Auswahl an Graffiti im Wiener Stadtraum präsentiert. Nicht zuletzt strebt die Schau danach, ein kritisches Bewusstsein für rechtsextreme Parolen als "Stadtbeschriftung" zu schaffen.

Laufende Ausstellungen

Die H. C. Artmann-Schau wird bis 31.August verlängert. Der Nachlass des Dichters, den die Wienbibliothek vor drei Jahren erworben hat, umfasst rund 3.500 Bände. Darunter findet man allein über 250 Grammatiken und Wörterbücher von Afrikaans bis Zürichdeutsch. Handschriftliche Einträge in diversen Büchern geben einen Einblick auf die Kommunikationskreise, in denen Artmann sich bewegte. Die Schau findet im Katalogzimmer der Handschriftensammlung (Stiege 4, 1. Stock, Tür 331) statt.

Noch bis 28. September kann man im Ausstellungskabinett (Stiege 6, 1. Stock, Tür 328) der Wienbibliothek die Ausstellung "sammeln & verzetteln" besuchen. Die Schau beleuchtet das Leben des Sammlers und Doyen der österreichischen Bibliophilenszene, Max von Portheim. Mittels Schriften zur Brabanter Revolution, Drucken über Naturkatastrophen, Theater oder Ethnographie sollen u.a. auch Fragen der Buchdruckgeschichte im 18. Jahrhundert, wie die der Drucktypen oder der Auflagenproblematik, thematisiert werden.

Beide Ausstellungen sind von Montag bis Donnerstag 9:00 bis 18:30 Uhr, Freitag bis 16:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist hier ebenfalls frei.

Rückblick über erfolgreiche Aktivitäten

Besonders erfolgreich war die Marcel-Prawy-Schau der Wienbibliothek, bei der im Zuge einer Auktion Plastik-Sackerln aus seinem Nachlass für bis zu 100 Euro pro Stück ersteigert wurden. Auch die Lesung im Hotel-Orient im Rahmen der "Langen Nacht der Liebe", die Sylvia Mattl-Wurm gemeinsam mit ihrem Team veranstaltete, um die Erotika-Sammlung der Wienbibliothek zu bewerben, fand große mediale Aufmerksamkeit.

Wienbibliothek im Rathaus(1., Rathaus/Eingang Lichtenfelsgasse, Stiege 4, 1. Stock). Nähere Details auch im Internet unter www.wienbibliothek.at/ . (Schluss) red

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