Schüssel: Regierung wird Angebot für Vorschulkinder mit sprachlichen Defiziten ausarbeiten

Wien (ÖVP-PK) - In der heutigen Pressekonferenz nahm ÖVP-Klubobmann Dr. Wolfgang Schüssel auch zur derzeit laufenden Diskussion über ein verpflichtendes Kindergartenjahr für Kinder Stellung. "Das wird im Rahmen der Regierungsklausur heute Nachmittag diskutiert. Klar ist aber, dass das Problem der mangelnden sprachlichen Kompetenz vor allem in Großstädten existiert. In Wien etwa haben rund 40 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund, rund 20 Prozent davon haben Probleme mit der Sprachkompetenz. Darüber hinaus gibt es aber auch Kinder ohne Migrationshintergrund, die sprachliche Probleme haben. Daher ist es sinnvoll, für alle diese Kinder ein durchsetzbares Angebot auszuarbeiten", so Schüssel. ****

Jedes Kind werde - auch derzeit schon - auf die Schulreife überprüft. "Jene, die nicht die sprachliche Fähigkeit haben, dem Unterricht in der Volkschule problemfrei folgen zu können, sollen im Kindergarten die Chance haben, ihre Defizite abzubauen", führte Schüssel aus. Die daraus resultierende Notwendigkeit der verstärkten Förderung von Kindergärtenplätzen sei Ländersache, "und das ist gut so." Als überzeugter Föderalist sprach sich Schüssel dabei gegen den Zentralismus des Bundes in Fragen aus, die von den Länder im Wettbewerb gut gelöst werden könnten.

Abschließend ging Schüssel auf die Diskussion der Pflegeamnestie ein. "Das Pflegeübergangsgesetz ist außer Kraft, aber weiter auf Sachverhalte anzuwenden, die sich vorher ereignet haben. Das ist auch die Meinung der Verfassungsexperten. Der Wille des Gesetzgebers ist klar. Somit kann und wird die Amnestie sicherlich judiziert werden." (Schluss)

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