"Seit langem fällige Kunstoffensive steht noch aus"

Peter Noever, Direktor MAK, sieht im Investitionsprogramm von Bundesministerin Claudia Schmied Bedarf an einem stärkeren Plädoyer für die Gegenwartskunst

Wien (OTS) - "Kunstpolitische Verantwortung bedeutet vor allem
auch Verantwortung für die Gegenwartskunst. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich hoffe nach wie vor auf ein klares Plädoyer der 'neuen' Regierung für den zeitgenössischen Part und auf die längst fällige Neuordnung der heimischen Kunst- und Kulturpolitik zugunsten zeitgenössischer Künstler", resümiert Peter Noever, Direktor MAK, das von Kulturministerin Claudia Schmied gegenüber der Tageszeitung "Der Standard" präsentierte Investitionsprogramm für die Bundesmuseen bis 2009. Nach ersten vom "Standard" kolportierten Informationen werde "an Investitionen zunächst nur getätigt, was ohnehin finanziert werden muss". Das MAK erhält demnach dringend notwendige Finanzmittel in Höhe von 780.000 Euro für die Sicherheit des Museums, insbesondere für den vor knapp 20 Jahren errichteten, sanierungsbedürftigen Tiefspeicher des Museums. Am meisten Geld erhalten das Kunsthistorische Museum (Wiedereröffnung der Kunstkammer und das nur teilweise restaurierte Völkerkundemuseum) sowie das Belvedere (Umbauten Unteres Belvedere, Orangerie, Prunkstall). Mitte August wird bekannt gegeben, nach welchem Schlüssel zusätzlich zur bisherigen Basisabgeltung bereitgestellte Finanzmittel in der Höhe von fünf Millionen Euro auf die Bundesmuseen aufgeteilt werden.

Für das Projekt "CAT - Contemporary Art Tower", mit dem das MAK die Errichtung eines Zentrums für zeitgenössische Kunst und in der Folge einer "Sammlung des 21. Jahrhunderts" im Gefechtsturm Arenbergpark vorsieht, steht eine Zusage noch aus. Seit Jahren arbeitet Peter Noever, Direktor MAK, Verfechter einer progressiven Kunstpolitik, an der Umsetzung dieses Projekts. Auch wenn erste Informationen zum neuen Programm der Ministerin den Eindruck auf eine Fortsetzung der in Österreich seit Jahren gelebten Kunstpolitik des Verwaltens und Bewahrens aufkommen lassen, ist Noever nach Eindrücken in den vergangenen Monaten überzeugt davon, dass realistische Chancen zur Realisierung dieses Projekts vorhanden sind. Peter Noever:
"Österreich bezieht seine Bedeutung als Kulturnation nicht nur aus seiner Geschichte. Es ist an der Zeit, das Potential und die Bedeutung der Gegenwartskunst zu erkennen und dafür auch die notwendigen finanziellen Mittel zu sichern."

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