Grüne/Willi zu Brennerbasistunnel: Regierung verschleppt Sofortmaßnahmen gegen LKW-Lawine

Brennerbasistunnel ist reine Beruhigungspille - Regierung muss Projekte in Angriff nehmen die schon jetzt Entlastung bringen

Wien (OTS) - "Selbst wenn der Brennerbasistunnel (BBT) bis 2022 fertig sein sollte, kann er höchstens die bis dahin anfallenden Zuwächse auf der Brennerstrecke auffangen. Das ist angesichts der Tatsache, dass heuer erstmals über zwei Mio. LKW über den Brenner rollen, einfach zu wenig", meint der Klubobmann der Grünen Tirol, Georg Willi zur Unterzeichung des Brenner-Memorandums. Er sieht den BBT mit Verweis auf die Progtrans-Studie als reines Transit-Placebo von Landes- und Bundesregierung.

"Die Regierung schläft in Sachen Transit-Eindämmung. Wie die geplagte Bevölkerung an der Brenner-Route in den nächsten 15 Jahren entlastet werden soll, spielt für die Tunnel-Träumer offenbar keine Rolle", kritisiert Willi weiter. Dabei gebe es schon jetzt genügend Maßnahmen zur Eindämmung der LKW-Lawine, von der die Landesregierung kaum Gebrauch mache: "Die Mauterhöhung auf der Unterinntaltrasse, die seit Juni 2006 möglich wäre, wird nach wie vor nicht in Betracht gezogen. Das sektorale Fahrverbot könnte seit Wochen verordnet werden. Einem Dringlichkeitsantrag der Grünen zur Einführung des sektoralen Fahrverbots wurde von ÖVP und SPÖ nicht einmal die Dringlichkeit zugestanden", so Willi.

Die Tiroler Landesregierung müsse jetzt dringend ihre Hausaufgaben in Sachen Transit-Bekämpfung machen, fordert Willi: "Das Wundermittel BBT ist längst als Beruhigungspille enttarnt. Es müssen Projekte in Angriff genommen werden, die ab jetzt eine Entlastung bringen. Wir brauchen die Alpentransitbörse, wir brauchen das sektorale Fahrverbot und wir müssen alle LKW-Mauten einheben, um die Brennerstrecke so teuer wie möglich zu machen."

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003