Anti-Aging bei Fruchtfliegen - Vielversprechende Fliegenforschung könnte menschliches Altern verzögern

1. Platz beim Medienpreis für Biowissenschaftler/innen 2007

Wien (OTS) - Biowissenschaftler/innen aus der ganzen Welt
verfassten für einen Medienwettbewerb im Rahmen des FEBS2007 (Federation of European Biochemical Societies) Kongresses "Molecular Machines" Pressemeldungen über ihre Forschungsthemen.

Den 1. Platz belegte Maria E. Figueiredo-Pereira, Ph.D., Department of Biological Sciences, Hunter College of CUNY, New York, mit folgendem Pressetext:

Ein bisher unbekannter molekularer Mechanismus, der hinsichtlich der Verlangsamung des Alterungsprozesses bei Fruchtfliegen vielversprechend erscheint und möglicherweise beim Menschen ähnlich wirkt, wurde im Rahmen einer Studie entdeckt, die vom National Institute of Health (NIH) gesponsert und von Forschern am Department of Biological Sciences, Hunter College in CUNY (NYC, USA) durchgeführt wurde.

Schadhafte Proteine werden bei Fruchtfliegen laufend von einer molekularen "Maschine" mit dem Namen "26S Proteasom" entfernt, erläutert Maria E. Figueiredo-Pereira, Ph.D, die Sprecherin des Teams. Das 26S Proteasom ist bei jungen Fruchtfliegen vollständig zusammengebaut und funktional und hilft, die Zellen der Fliegen vital und aktiv zu halten. Unsere Forscher haben jedoch herausgefunden, dass sich der Zusammenbau zum funktionsfähigen Proteasom dramatisch verringert, wenn die Fliegen das hohe Alter von 43 bis 47 Tagen erreichen. Eine damit verbundene Erkenntnis besteht darin, dass das ATP (Adenosintriphosphat), das die notwendige zelluläre Energie für den Zusammenbau des 26S Proteasom liefert, zur gleichen Zeit ebenfalls signifikant abnimmt.

"Bemerkenswert dabei ist, dass der steile Abfall in den Konzentrationen von ATP und 26S Proteasom bei alternden Fruchtfliegen mit einer starken Abnahme ihrer Kletterleistung einhergeht, einem Meilenstein in deren Alterungsprozess", fügt sie hinzu.

Die Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass der Abnahme von 26S Proteasom und ATP der gleiche Mechanismus zugrunde liegt, der zu einer Proteinanhäufung führt, wie sie bei solch altersbezogenen neurodegenerativen Störungen des Menschen wie Alzheimer, Parkinson und ALS beobachtet wird. "Da wir nun diesen Mechanismus gefunden haben, können wir versuchen, ihn dazu einzusetzen, den menschlichen Alterungsprozess und die damit verbundenen degenerativen Erkrankungen zu verzögern", so Professor Figueiredo-Pereira.

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Prof. Maria E. Figueiredo-Pereira, Ph.D.
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Phone # (212) 650-3565
e-mail: pereira@genectr.hunter.cuny.edu
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