Glawischnig: Bundeskanzler muss bei Temelin Machtwort sprechen

Gusenbauer soll Versprechen gegenüber Atom-Gegner einhalten

Wien (OTS) - "Bundeskanzler Gusenbauer muss ein Machtwort
sprechen", fordert Eva Glawischnig, stv. Bundessprecherin der Grünen, angesichts der Nichtinformation von Seiten Tschechiens über Störfälle beim AKW Temelin. "Die elf vertuschten Vorfälle müssen aufgeklärt werden. Der Kanzler muss das den Tschechen schonungslos klarmachen." Glawischnig erinnert an den showtauglichen Auftritt Gusenbauers vor oberösterreichischen Anti-Atom-AktivistInnen kürzlich. "Der Kanzler hat zugesagt, sein ganzes Gewicht für die Anliegen und Sorgen einzusetzen. Jetzt kann er dieses Versprechen einlösen."
Paradox sei etwa, dass die tschechische Atomaufsichtsbehörde derzeit am Brief formuliere, der Österreich versichern werde, der Melker Vertrag sei erfüllt. "Das ist die selbe Behörde, die die Kontrollaufsicht hat und Vorfälle melden müsste. Was ist dann die Antwort auf Österreichs Protestnote wert?", fragt sich die Grüne Vizechefin.
Für die Arbeit der interparlamentarischen Kommission von Österreich und Tschechien sei das "Vertrauenskapital" durch das Verheimlichen von Störfällen jedenfalls schon im Vorfeld beschädigt. Klare Worte des Kanzlers könnten helfen, der Kommission ein glaubwürdiges und konstruktives Arbeiten zu ermöglichen.

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