Grüne zu Baukulturreport: Konkrete Massnahmen müssen erarbeitet werden

Breite Vermittlung notwendig

Wien (OTS) - Bei der heutigen Präsentation des Baukulturreports wurde klar, dass noch keine konkreten Maßnahmen der Bundesregierung geplant sind. Im September wird der Report dem Parlament vorgelegt. "Eine Priorisierung der vorgeschlagenen Empfehlungen und konkrete Strategien müssten nun bis spätestens September 2007 erarbeitet werden. Die Auslobung eines Baukulturpreises als Resultat dieser umfassenden Analyse kann nicht das einzige Ergebnis sein", betont der Kultursprecher der Grünen, NR-Abg.Wolfgang Zinggl. Wirtschaftsminister Bartenstein, Finanzminister Molterer und Infrastrukturminister Faymann müßten einbezogen werden und sich zu konkreten Schritten in ihren Ressorts bekennen. "Offensichtlich haben sie bis jetzt das großes volkswirtschaftliches Potential im Themenbereich Bau- und Raumordnung nicht erkannt", kritisiert Zinggl.

Im Zuge der Finanzausgleichsverhandlungen gäbe es zahlreiche im Report genannte Umsetzungsmöglichkeiten. "Beispielsweise könnte die in Wien oftmals geforderte Einführung eines "Planwertgewinnes" (=Abgabe bei Umwidmungen für erhöhte Infrastrukturkosten) mittels einer Änderung der Bundesverfassung mit breiter Mehrheit umgesetzt werden", ergänzt die Wiener Landtagsabgeordnete und Planungssprecherin Sabine Gretner. "Den angekündigten Start einer Bewusstseinskampagne sehe ich durch die geringe Auflage des Reports von 600 Stück nicht. Dass allermindeste wäre, dass in den nächsten Tagen alle BürgermeisterInnen als oberste Bauinstanz ihrer Gemeinden, sowohl maßgebliche Stellen in den Baubehörden eine Mail mit dem Link:
http://www.baukulturreport.at/ erhalten.

Die weitere Vermittlung der Ergebnisse des Baukulturreports muss ermöglicht werden, damit der Report nicht in den Schubladen von einigen wenigen verstaubt. Eine kurze "Volksversion" mit geeigneten Vermittlungsangeboten an die EntscheidungsträgerInnen ist unbedingt notwendig", so Zinggl und Gretner unisono.

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