Schmied präsentiert Baukulturreport 2006

Kulturministerin will mehr Sensibilisierung für das Thema Baukultur

Wien (SK) - "In meiner Verantwortung für Kunst und Kultur möchte ich Baukultur stärker in der Öffentlichkeit verankern", betonte Kulturministerin Claudia Schmied am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich der Präsentation des Baukulturreports 2006. Baukultur sei ein Thema, das alle angehe, ihr sei es vor allem ein Anliegen, die Bevölkerung zu sensibilisieren, unterstrich Schmied. Sie freue sich, den Baukulturreport vorstellen zu dürfen, dieser sei ein Ergebnis gemeinsamer Kraftanstrengung von Bundesimmobiliengesellschaft, dem Wirtschaftsministerium und ihrem Ressort. Schmied kündigte an, dass der Baukulturbericht im Herbst auch im Nationalrat behandelt werde. Ebenfalls mit der Materie befasst würden Städte- und Gemeindebund, da Kommunen wichtige Bauträger seien, wie Schmied hervorhob. ****

Die Kulturministerin betonte, dass Baukultur eine Querschnittsmaterie sei. "Ich bin überzeugt, dass auch andere Ressorts entlang ihrer Kompetenzen Schritte setzen werden", so Schmied. Sie selbst habe sich drei Ziele gesetzt, um die Baukultur zu unterstützen. Zum ersten solle 2008 vom Bundesministerium erstmals ein Award für Baukultur vergeben werden. Eine Fachjury soll aus realisierten Bauvorhaben (Neubauten sowie Umbauten) wählen, der Preis werde mit 5.500 Euro dotiert sein. Begleitend zum Award sollen Publikationen für eine breite öffentliche Aufmerksamkeit sorgen.

Zum zweiten wolle sie neue Initiativen in der Architektur von Schulen setzen, so Schmied. Die Architektur könne als "dritter Pädagoge" bezeichnet werden, Schulen würden immer mehr zum Lebensraum der Kinder, die Anforderungen an die Schularchitektur würden sich verändern. Schmied wies in diesem Zusammenhang auf Nachmittagsbetreuung und Ganztagsschulen hin.
Als dritten wichtigen Punkt hob die Ministerin hervor, dass sie Akzente in der Lehrerausbildung setzen wolle, zukünftige Pädagogen müssten ebenfalls für das Thema sensibilisiert werden.

Hartwig Chromy, ehemaliger Geschäftsführer der BIG, und Volker Dienst, Sprecher der Plattform Architekturpolitik und Baukultur, waren ebenfalls Teilnehmer der Pressekonferenz. Als Gesamtleiter des Baukulturberichts 2006 präsentierten sie die Ergebnisse des Berichts. Chromy hob hervor, dass 70 Prozent des österreichischen Anlagevermögens in Bauten investiert seien und dass wir 90 Prozent unserer Zeit in Gebäuden verbringen. Zentraler Inhalt des Baukulturreports sei es daher, den Nutzen der Baukultur für die Gesellschaft darzustellen.

Dienst stellte den Baukulturreport im Detail vor. Auf über 500 Seiten hätten 40 Autoren 24 Beiträge verfasst, dass Themenspektrum reiche von Verantwortlichkeiten im Baubereich bis hin zu Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Bedeutung der Baukultur. Aus den Ergebnissen des Baukulturberichts hätten sich auch Empfehlungen ergeben, so Dienst und Chromy. Beispiele dafür seien die Bewertung von Investitionen nach Lebenszykluskosten und auch die österreichweite Vereinheitlichung der bautechnischen Bestimmungen. (Schluss) sw

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