Zielfahnder des Bundeskriminalamtes nehmen "FBI -Most Wanted Person" fest

Verdächtiger Großbetrüger soll Schaden von 400 Mio. Dollar verursacht haben

Wien (OTS) - Der Österreicher Michael B. (35) wird als verdächtiger Großbetrüger vom FBI als eine der "Most Wanted Persons" gesucht. Er soll als Investment Banker in New York, durch Offshore Investitionen, ca. 400 Millionen USD (296 Millionen Euro) verspekuliert haben. Da er dadurch auch österreichische Banken geschädigt hat, erließ auch das Landesgericht Wien ein Haftbefehl wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges und fahndete österreichweit und international gegen den Verdächtigen.

Nach umfangreichen Ermittlungen der .BK-Zielfahnder gelang es den Aufenthaltsort von Michael B. auszuforschen und ihn nach fünf Jahren Flucht zu schnappen. Der Verdächtige wurde am 6. Juli 07, um 17:35 Uhr auf Ersuchen der .BK-Zielfahnder von Polizisten der Autobahnpolizei Seewalchen angehalten und verhaftet, als er mit seinem Auto auf der Westautobahn bei Sankt Georgen im Attergau/ OÖ in Richtung Salzburg unterwegs war.

Michael B. wurde dem Landesgericht Wels überstellt - gegen ihn wurde die Untersuchungshaft verhängt.

Die vier Beamten der .BK-Zielfahndung konnten mit dieser Verhaftung ein Jubiläum feiern: Die Festnahme am vorigen Freitag war der 50. Zielfahndungsfall, der seit der Gründung des .BK vor viereinhalb Jahren positiv abgeschlossen wurde.

Insgesamt wurden von den .BK-Zielfahndern sechs Mörder, vier entflohene Strafgefangene, sieben Räuber, vier Suchtgifthändler, zwei Menschenhändler, 21 Schwerbetrüger und sechs Personen wegen anderer Delikte festgenommen.

Alleine die festgenommenen 21 Betrüger, sollen einen Schaden von ca. 814 Millionen Euro verursacht haben.

Von den Festnahmen erfolgten 25 in Österreich, 19 im restliche Europa, drei in den USA und weitere 3 in Südamerika. Die Ermittlungen dauerten von einem Tag bis zu 33 Monaten.

Bundesminister Günther Platter gratuliert den Zielfahnder des Bundeskriminalamtes zu dieser erfolgreichen Bilanz. "Die Zielfahnder arbeiten mit modernsten kriminalpolizeilichen Methoden vor allem aber lassen sie mit ihrer kriminalistischen Erfahrung auch den gerissensten Verbrechern keine Chance sich der Justiz zu entziehen. Die Errichtung der Zielfahndungseinheit im Bundeskriminalamt war ein weiterer wesentlicher Schritt zur Verbesserung der Sicherheitssituation in Österreich", so Innenminister Platter.

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