• 08.07.2007, 11:18:04
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Gassner macht auf demographische Probleme im ländlichen Raum aufmerksam

Internationale Konferenz sozialdemokratischer Kommunalpolitiker in Wien

Wien (SK) - "Ländliche Gemeinden leiden stärker am Problem der
Überalterung, weil die Jungen wegen mangelnder Infrastruktur
wegziehen. Wir brauchen die notwendigen finanziellen Mittel, um die
Menschen dort in Würde alt werden zu lassen, wo sie leben", forderte
Kurt Gassner, kommunalpolitischer Sprecher der SPÖ, anlässlich einer
internationalen Konferenz der USKRE, der Union sozialdemokratischer
Kommunal- und Regierungspolitiker Europas mit dem Titel "Solidarität
zwischen den Generationen - Alterung als Herausforderung für die
Zukunft der Kommunen" am Samstag in den Räumlichkeiten des
Renner-Instituts. Unter den Teilnehmern war neben Hilde Hawlicek, der
Generalsekretärin der ESO (Europäische Seniorenorganisation in der
SPE), auch der internationale Sekretär der SPÖ,
Nationalratsabgeordneter Andreas Schieder. Letzterer betonte, dass
"das Thema Alterssicherung enorm wichtig ist und die Kommunen daher
Unterstützung benötigen". ****

Schieder legte in seinem Redebeitrag den Fokus darauf, dass der
kürzlich beschlossene EU-Reformvertrag viele Belange enthalte, welche
auch für die Kommunen von großer Bedeutung seien: "Das gilt sowohl in
struktureller Hinsicht als auch, was die kommunale Selbstverwaltung
anbelangt". Schieder begrüßte, dass "die Wahlfreiheit, wie man den
öffentlichen Dienst gestaltet, erhalten bleibt". Angesichts des
"drohenden Ausschreibungszwangs" befürwortet er daher, dass "die
Freiheit der Kommunen aufrecht bleibt". Schieder wies darauf hin,
dass "Bundeskanzler Gusenbauer maßgeblich an dieser Lösung beteiligt
war".

Aus seiner europäischen Überzeugung heraus wünscht sich der
internationale Sekretär der SPÖ, dass "die EU kein Projekt der
Regierungschefs ist, sondern eines, das hinauf und hinunter gelebt
wird". "Achtzig Prozent der Regeln für die Kommunen hängen von Europa
ab", überraschte er das Auditorium. Deshalb will Schieder auch
"Europa als Projekt seiner Bürger" sicherstellen. Für den Ausschuss
der Regionen bedeute dies, dass "die Bürgermeister mehr eingebundne
werden müssen, weil die Kommunen bisher zu kurz kommen".

"Nur dann, wenn es für ein Problem keine Lösung gibt, sagt man,
dass sich die Gemeinden darum kümmern sollen", konnte sich Gassner -
selbst Bürgermeister - nicht verkneifen. "Wir machen das aber gerne,
weil wir bei den Menschen sind", stellte er klar. Wichtig ist dem
kommunalpolitischen Sprecher der SPÖ das "Zusammenspiel der älteren
und jüngeren Generation im ländlichen Raum". Daher brachte er
nochmals sein Credo dafür zum Ausdruck, die demographischen Probleme
am Land nicht zu vernachlässigen, schließlich könne man "einen alten
Baum nicht verpflanzen". (Schluss) re

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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