Wirtschaft begrüßt Halbierung der KFZ-Steuer

Wolf: "Höhere Mauteinnahmen für Ökologisierung verwenden"

Wien (PWK 507) - "Mit der Beschlussfassung zur Halbierung der KFZ-Steuer im Parlament wird eine langjährige Forderung der Verkehrswirtschaft erfüllt: Unternehmen werden für ihre in Österreich zugelassenen Fahrzeuge endlich entlastet", so Erik Wolf, Geschäftsführer der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Ab 1. Juli 2007 beträgt die Kfz Steuer für LKW maximal 1.481 Euro pro Jahr.

Die Senkung der Kraftfahrzeugsteuer kompensiert die Erhöhung der Mineralölsteuer und der Maut nur teilweise. Bei der Kraftfahrzeugsteuer liege man auch nach der Absenkung noch über dem europäischen Durchschnitt von unter 1.000 Euro. Die Mauterhöhung fiel mit 4,2 Cent um 0,2 Cent höher aus als im Regierungsübereinkommen vereinbart.

Angesichts des heftigen Konkurrenzdrucks durch ausländische Mitbewerber sind weitere Anreize für die Unternehmen erforderlich, damit diese ihren Standort in Österreich halten und der Trend zur Ausflaggung von Fahrzeugen gebremst wird. "Die von der Verkehrswirtschaft im Vorfeld der Beschlussfassung angeregte ökologische Staffelung der Kfz-Steuer, die auch im Verkehrsministerium Unterstützung gefunden hat, wurde im Zuge dieser Absenkung nicht aufgegriffen. Damit ist eine Chance vertan worden, einen wirksamen Anreiz für einen nachhaltigeren Verkehr zu schaffen", kritisiert Wolf.

"Die Mehreinnahmen um 5 Millionen Euro auf Grund der um 0,2 Cent höheren Maut würden einen finanziellen Spielraum bieten, die Anschaffung und die Verwendung umweltfreundlicher Euro 5-Fahrzeuge zu fördern. Dabei könnte sich Österreich am Förderungsprogramm des Deutschen Verkehrsministeriums orientieren", schlägt Wolf vor. Kleine und mittlere Unternehmen erhalten dort 3.400 Euro in Form eines Zuschusses oder eine Zinsverbilligung, wenn sie ein emissionsarmes Schweres Nutzfahrzeug (Euro 5, EEV) anschaffen. Ähnliche Maßnahmen sind bereits in den Niederlanden und in Dänemark in Kraft.

"Die Branche wird neben einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit weiterhin für eine Umweltorientierung des Steuer- und Gebührensystems eintreten", unterstreicht Wolf: "Beförderungsunternehmen sollten für die Verwendung moderner Fahrzeuge sowie für die Anschaffung von Neufahrzeugen belohnt werden." (JR)

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