Grüne Vassilakou: Sicherheitspartnerschaft muss auf Prävention und Deeskalation abzielen

Schwerpunkte bei Aufklärung und Beamtinnen mit MigrantInnen-Hintergrund setzen

Wien (OTS) - Die Klubobfrau der Grünen Wien, Maria Vassilakou, begrüßt die Zusammenarbeit der Stadt Wien mit dem Innenministerium in Sachen Sicherheit, fordert aber andere Schwerpunkte. "Besonderes Augenmerk muss auf die Bereiche Prävention und Deeskalation gelegt werden, genauso wie auf die längst überfällige Rekrutierung von BeamtInnen mit MigrationtInnen-Hintergrund", so Vassilakou. "So gelingt es nachhaltig, die Sicherheitssituation zu verbessern."

Gewaltprävention in den Schulen kann durch intensive Präventionsveranstaltungen und -gespräche mit BeamtInnen erreicht werden, die zuvor ein spezielles Training für den Umgang mit Jugendlichen erhalten haben. Auf Bezirksebene geht es darum, BürgerInnen durch den Ausbau von Präventionsveranstaltungen zu informieren und zu beraten, wie man sich gegen Wohnungseinbrüche schützen kann. Für Nachbarschaftskonflikte schlägt Vassilakou die Entstehung eines mobilen Pools aus 100 KonfliktmediatorInnen vor, die von der Stadt Wien finanziert werden und als Sofort-Eingreiftruppe in Konfliktsituationen eingreifen können. "Das würde die Polizei von vielen überflüssigen Einsätzen entlasten und Probleme nachhaltig lösen", so Vassilakou.

Von Minister Platter erwartet sich Vassilakou endlich ein klares Bekenntnis für MigrantInnen im Polizeidienst. "Immerhin ist dieses Vorhaben sogar Teil des Regierungsübereinkommens. Die Grünen erwarten einen konkreten Plan, wie man gedenkt in den kommenden Jahren den Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund bei den Neuaufnahmen in den Polizeidienst zu steigern."

Zur EURO 2008 unterstreicht Vassilakou die Grüne Position: Auch hier ist ein Konzept der Deeskalation und Gewaltprävention am wichtigsten. Deshalb ist es erforderlich, einer möglichst großen Anzahl von BeamtInnen spezielle Trainings zukommen zu lassen; und zwar unter Einbindung von erfahrenen KollegInnen aus Portugal und Deutschland, die zuletzt sehr gute Ergebnisse auf diesem Gebiet erzielen konnten. Auch die Forcierung des Angebots für Sprachkurse sollte ein wesentlicher Bestandteil dieser Trainings sein. Im Sinne der Deeskalation ist die massive Präsenz von Uniformierten bei einer solchen Großveranstaltung kontraproduktiv. Hier könnte beispielsweise ein spezielles, sympathischeres EM-Dress entwickelt werden. "Die absurde Forderung der FPÖ nach einer berittenen Polizei ist gefährlich und teuer. Berittene Polizei hat in Massenveranstaltungen nichts verloren. Die Pferde sind starkem Stress ausgesetzt und stellen ein zusätzliches Risiko dar", so Vassilakou abschließend.

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