Becher zu AMIS: Schicksal der Betroffenen nicht ignorieren

Keine Spur von Selbstreflexion in der FMA

Wien (SK) - "Zum Kriminalfall AMIS ist im ÖVP-Bericht zu lesen,
die FMA hat keine Gesetzesverletzung begangen. Das müssen sie erst einmal den Betroffenen erklären", so die SPÖ-Abgeordnete Ruth Becher am Freitag in der Debatte zum Bankenuntersuchungsausschuss. Insgesamt seien vom AMIS-Skandal 16 000 Menschen betroffen, in Österreich 10.000. "Die Finanzmarktaufsicht hat versagt, sie hat unzureichend geprüft und Konzessionen vergeben, obwohl es Zweifel gegeben hat", stellte Becher klar. In Luxemburg habe man bereits 2004 in Bezug auf AMIS gehandelt, in Österreich sei man erst 2005 tätig geworden. Ein Wirtschaftsprüfer habe binnen kürzester Zeit aufgedeckt, wozu die Finanzmarktaufsicht drei Jahre gebraucht habe. "Und es gibt auch keine Selbstreflexion in der FMA", kritisierte die SPÖ-Abgeordnete. In der FMA sei man noch immer der Auffassung, man leiste gute Arbeit. ****

Becher berichtete in ihrem Debattenbeitrag vom Schicksal eines Betroffenen, der durch den Fall AMIS sein gesamtes Erspartes verloren habe. Der Betroffene habe sich auf die Information verlassen, dass AMIS ein staatlich kontrolliertes und von der FMA geprüftes Unternehmen sei und habe, um etwas für die Pension zurückzulegen, seine finanziellen Reserven investiert. Nun stünden er und seine Familie vor dem Nichts und seien auch bedroht, das Eigenheim zu verlieren, schilderte Becher. "Wir dürfen die Betroffenen nicht im Stich lassen", appellierte die SP-Abgeordnete abschließend. (Schluss) sw

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