Broukal zu FMA: Verpflichtung gegenüber Grasser "erschreckend"

FMA-Vorstand Traumüller muss abberufen werden

Wien (SK) - "Karl Heinz Grasser hat die Struktur der Finanzmarktaufsicht gemacht und hat die Vorstände bestimmt", betonte der SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal am Freitag im Rahmen der Parlamentsdebatte. Es sei "erschreckend", wie verpflichtet sich die FMA dem ehemaligen Finanzminister gefühlt habe und in welchem Ausmaß sie sich politisch instrumentalisieren habe lassen. "Die Finanzmarktaufsicht hat zugesehen, wie zehntausend Menschen von AMIS um ihr Geld gebracht wurden", kritisierte Broukal. Auch in der Causa BAWAG hätte die Finanzmarktaufsicht früher handeln können, stellte Broukal fest. "Wenn die FMA früher eingegriffen hätte, dann würde die BAWAG vielleicht noch dem ÖGB gehören", so der SPÖ-Abgeordnete. ****

"Da sitzt jemand mit honigtriefenden Händen im Untersuchungsausschuss und streitet ab, seine Hände im Honigtopf gehabt zu haben", so Broukal zur Verhaltensweise von FMA-Vorstand Traumüller. Obwohl eindeutig gewesen sei, dass die Informationen über die SPÖ-Kredite im Wahlakmpf 2006 von Seiten der FMA weitergegeben wurden, habe Traumüller dies vehement bestritten. "Dieser Vorstand Traumüller hat kein Recht, länger im Amt zu sein", schloss der SPÖ-Politiker. (Schluss) sw

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