Karas: EU muss mit einer Stimme im Nahen Osten auftreten

Karas trifft Außenminister Tunesiens, Jordaniens und Maltas

Malta, 6. Juli 2007 (ÖVP-PD) "Eine stabile und nachhaltige Friedenslösung im Nahen Osten wird nicht allein mit Besuchsdiplomatie vor Ort zu lösen sein, sondern braucht konkrete Taten und ein geschlossenes und entschlossenes Handeln - vor allem auch aus europäischer Sicht", sagte heute der Vizepräsident der EVP-ED Fraktion im Europäischen Parlament, Mag. Othmar Karas. Am Rande der Studientage der EVP-ED Fraktion auf Malta. Karas traf zu Einzelgesprächen mit den Außenministern Tunesiens, Abdelwahab Abdallah, Jordaniens, Abdelelah Al-Khatib, und Maltas, Michael Frendo, sowie dem maltesischen Premierminister Lawrence Gonzi zusammen. "Allen Gesprächen gemeinsam war der dringende Wunsch, dass die Europäische Union mit einer Stimme und einer Position gegenüber den Konfliktparteien im Nahen Osten auftreten möge. Die Flut an unterschiedlichen Positionen, Funktionen und Gesichtern ist nicht hilfreich", so Karas weiter. ****

"Der Ruf nach einem stärkeren europäischen Engagement im Nahen Osten ist gepaart mit der dringenden Bitte nach einer verbesserten Verhandlungs- und Entscheidungsfähigkeit der EU. Dafür müssen sich aber alle Mitgliedstaaten der Union an die selbst gefassten Beschlüsse halten", betonte Karas. Der Vizepräsident der größten Fraktion des Europäischen Parlament versicherte seinen Gesprächspartnern der Unterstützung der EVP-ED Fraktion für eine internationale Friedenskonferenz zur Erzielung einer dauerhaften Friedenslösung für Israel und Palästina. "Zur Einberufung einer solchen Konferenz kann die Europäische Union viel beitragen. Ziel unseres Handelns bleibt jedoch eine Zwei-Staaten-Lösung auf Basis der Roadmap des Nahost-Quartetts."

Zweites Thema der Gespräche des EVP-ED Vizepräsidenten mit dem tunesischen und dem jordanischen Außenminister war die verstärkte Zusammenarbeit innerhalb von Euromed, der Kooperation zwischen der EU und den Mittelmeer-Anrainerstaaten. "Nach Ansicht der EVP-ED Fraktion ist das Migrationsproblem, mit dem sich die Mittelmeerstaaten der Union konfrontiert sehen, auch ein internes Problem der Euromed-Länder. Eine bessere und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern ist Voraussetzung für eine Reduktion der Migrationsprobleme. Hier muss die Europäische Union auch im eigenen Interesse Hilfestellung leisten", betonte Karas.

Karas stellte seinen Gesprächspartnern auch die neueste Initiative des Europäischen Parlaments zur Erzielung eines besseren Verständnisses zwischen der EU und den Mittelmeerstaaten vor: "Wir müssen bei der Jugend ansetzen und derart für die Zukunft arbeiten. So wie auch Österreichs Außenministerin Ursula Plassnik neue Wege der Zusammenarbeit beschreitet und die Frauen der Region zu einer gemeinsamen und erfolgreichen Friedensarbeit ermutigen möchte, wendet sich das Europäische Parlament an die Jugend. Im kommenden Jahr wollen wir in Brüssel zu einem Jugendparlament einladen, das junge Menschen aus den EU-Staaten und den Mittelmeerländern zusammenbringt", sagte Karas abschließend.

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