Innovative KMU`s sichern den Wirtschaftsstandort Österreich und schaffen Arbeitsplätze

Welchen Beitrag liefert hier der geplante Innovationsscheck für KMU’s?

Wien (OTS) - Die Forderung des Österreichischen Rates für Forschung und Technologie nach weiterer Steigerung der Forschungs-und Entwicklungsausgaben in österreichischen Unternehmen kann nur dann erfolgreich realisiert werden, wenn eine zunehmend größere Anzahl von Klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU’s) vorliegende Forschungs- und Enwicklungserkenntnisse im Sinne von Technologietransfer zur Verbesserung und Neuentwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen einsetzen kann. ++++

Wie zahlreiche diesbezügliche Studien zeigen, ist der Zugang von KMU’s zu Forschungs- und Entwicklungserkenntnissen komplex, ebenso eine damit verbundene Schaffung eines Innovationsklimas in den Unternehmen. In den letzten Jahrzehnten wurde auf nationaler und internationaler Ebene eine Fülle von Beratungsmethoden entwickelt, um den Technologietransfer in Richtung KMU`s zu erhöhen bzw. diese KMU`s in Forschungs- und Entwicklungsnetzwerken einzubinden. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologia (BMVIT) hat 2006 die Österreichische Gesellschaft für Mikrosystemtechnik (OGMS) beauftragt in einer Pilotstudie Methodiken dieses Transfers mit dem Ziel in KMU`s ein permanentes Innovationsklima aufzubauen, zu prüfen und weiterzuentwickeln.

Basis der Beauftragung war ein an der Technischen Universität Wien speziell für KMU`s entwickeltes Technologieberatungsprogramm (Abteilung Innovationsmanagement - Univ. Prof. Dr. Helmut Detter), das sich durch entsprechende jahrelange Praxiserprobung zu dem Konzept ATI NET (Austrian Technology Impulse Netzwerk) weiterentwickelt hat.

In dieser Pilotphase soll der Nachweis erbracht werden, dass eine neutrale und auf hohem Niveau stehende Erstberatung mit erfahrenen Expertinnen und Know-how Trägern einen entsprechenden Förderbeitrag seitens öffentlicher Institutionen erfordert. In der Pilotphase wurden daher seitens des BMVIT die Erstgespräche zu 100 Prozent gefördert. Im ersten Zwischenbericht dieses Projektes konnte nachgewiesen werden, dass sich ein solcher Förderbetrag pro Unternehmen je nach Branche des Unternehmens in einer Größenordnung von 3.000 - 4.000 Euro bewegen müsste.

Bereits vor Anlauf der ATI NET Pilotphase wurden Fachgespräche mit der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung geführt, die sich mit der Fragestellung Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen durch F+E und Technologietransfer befassten. Auf Basis einer Auftaktveranstaltung zu dieser Thematik im September 2005 wurde in Zusammenarbeit mit dem Fachverband der Bekleidungsindustrie und dem Fachverband Textilindustrie das Schwerpunktthema "High Tech Textiles" aufgegriffen und in einer Veranstaltung mit ExpertInnen diskutiert.

Als Folge entstand eine Plattform "High tech Textiles" mit dem Ziel laufend neue Technologien in diese Branche zu transferieren. Als strategisches Umsetz-Tool wurde das ATI NET Programm eingesetzt.

Aufbauend auf den Erfahrungen mit dem Thema "Textiltechnik" wird derzeit ein weiterer Schwerpunkt "Maschinenbau", gemeinsam von den Sozialpartnern (Fachverband der Maschinen- und Metallwarenindustrie und Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung) geplant. Als Schwerpunkt ist das Thema Transfer neuer Technologien im Themengebiet Produktions-und Prozesstechnik vorgesehen. Auch hier wird als Umsetzinstrument das ATI NET Programm vorgesehen.

Der vom BMVIT vorgesehene und von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) umzusetzende Innovationsscheck stellt hier eine entsprechende Stärkung der innovations- und technologieorientierten Erstberatung für KMU`s dar.

Für die nachfolgend angestrebte Auslösung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten ist in der FFG ein entsprechend gut gefächertes Förderungsprogramm vorliegend, wobei hier im Rahmen des ATI NET Programms ein eigener Programmmodul für KMU`s zum Thema Antragstellung vorgesehen ist.

Nicht zuletzt die Erkenntnisse aus der ATI NET Pilotphase sowie die Auswertung von themenspezifischen Fachverbandsstudien haben die Bestätigung erbracht, dass die Erhöhung des Anteiles innovativer KMU`s einer speziellen Förderschiene für jene KMU`s bedürfen, deren Innovationsgrad bezogen auf ihre Produkte und Dienstleistungen zu steigern ist.

Das BMVIT, Sektion Innovation und Forschung, das sich nunmehr auf die Verstärkung der Innovationskraft auf KMU`s konzentriert, muss sich daher auf die Schaffung von ausreichenden Fördermittel für technologieorientierte Erstgespräche im KMU-Sektor konzentrieren.

Für die FFG besteht die Möglichkeit ihr bereits weitgehend flächendeckendes Förderprogramm auch auf die erste und wichtigste Innovationsstufe, nämlich der Problemanalyse und Lösungssuche für wichtige Aufgabenstellungen von KMU`s zu konzentrieren. Mit einer solchen Förderung kann gleichzeitig das Risiko für alle daraus ableitbaren Folgeaktivitäten wesentlich reduziert werden.

Wien, 6. Juli 2007

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