Grüne Wien: Bausünden dürfen kein Kavaliersdelikt sein

Angeblicher Golfplatz in Nußdorf muss verhindert werden

Wien (OTS) - Laut Medienberichten soll ein Bauplatz im Grünland am Rande der Nußdorfer Weinberge entstehen. Nach einem Lokalaugenschein der Grünen in der Nußberggasse am Donnerstag kritisiert Christian Hlavac, Klubobmann der Grünen Döbling, die tägliche Praxis im Umgang mit der Widmung: "Das Beispiel Nußberggasse zeigt, dass sich Bauträger in Döbling viel trauen können. Es hat sich herumgesprochen, dass die anderen Fraktionen im Bauausschuss und in der Bezirksvertretung vom Schutz des Grünraumes nur reden. Wenn es um die konkrete Verhinderung von Baumaßnahmen im Grünraum und Schutzzonen geht, werden die Wünsche der Bauträger ohne große Diskussion einfach abgenickt."

Die Planungssprecherin der Grünen Wien, Sabine Gretner ergänzt:
"Manche Baufirmen kennen eine Menge Tricks um die Bauordnung sehr eigenwillig zu interpretieren und auszureizen. In diesem Fall soll eine laut Widmung "gärtnerisch auszugestaltende Fläche" als Bauland dienen. Die Baupolizei ist aufgefordert, klar einzuschreiten." Abschließend meinen Gretner und Hlavac: "Der sensible Grünraum in Nußdorf, Teil des Wiener Grüngürtels, darf nicht weiter angeknabbert werden. Es braucht daher Taten im Grünland, wie z.B. ein fraktionsübergreifendes Nein bei konkreten Bauwünschen. Die Bebauung von Grünräumen am Rande der Stadt darf nicht ein Kavaliersdelikt sein."

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