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Sozialpartner verplanen zusätzliches Geld der OÖ Beitragszahler in Wien

Linz (OTS) - "Die Einigung der österreichischen Sozialpartner über die zukünftige Gestaltung der Sozialversicherungsbeiträge ist ein erster Schritt in die richtige Richtung," meint OÖGKK-Obmann Alois Stöger. "Viele Punkte des Programms werden von der OÖGKK positiv bewertet, so zum Beispiel das Gleichbleiben des Krankenversicherungs-beitrages für die Arbeiter selbst, die Erhöhung um 0,15 Prozent tragen die Dienstgeber." Die Erhöhung bei den Angestellten fällt moderat aus (0,075 Prozent). Bei den Verwaltungskosten sieht sich die OÖGKK bereits dort, wo andere Gebietskrankenkassen erst hinmüssen: "Der jahrelange Aufnahmestopp und umfangreiche Sparmaßnahmen haben in Oberösterreich jene Einsparungen bereits erbracht, die anderswo erst erarbeitet werden müssen", so Stöger. Kritischer sieht der OÖGKK-Obmann die Verwendung der zusätzlichen Beitragseinnahmen aus Oberösterreichischer Sicht:
Diese verschwinden im Ausgleichsfonds und sind damit für die OÖGKK-Versicherten nicht verfügbar.

"Die zusätzlichen Beitragseinnahmen sollen direkt an den Ausgleichfonds in Wien gehen, was für unsere Versicherten in OÖ gar nichts bringt", stellt Alois Stöger unmissverständlich klar. Die Zahlungen an den Ausgleichsfonds belasten die OÖGKK als positiv wirtschaftende Gebietskrankenkasse schon bisher schwer: "Im Jahr 2006 haben wir Euro 25,359.996 nach Wien überwiesen: Viel Geld, um dort dann im Ausgleichfonds auf mehr oder weniger undurchsichtigen Wegen an strukturell schwache Kassen zu fließen, ohne deren Probleme auch nachhaltig zu lösen, " lehnt Alois Stöger diese Form der Dauer-Fern-Sanierung durch die OÖGKK ab.

"Wir begrüßen viele Punkte des jetzt von den Sozialpartnern ausgehandelten Paktes, aber wir sind der Meinung, dass es auch einige Punkte darin gibt, die nicht dazu geeignet sind, die strukturellen Probleme einiger Kassen nachhaltig zu lösen", meint Alois Stöger zur Zukunft der Krankenversicherungsfinanzierung.

Zu den Verwaltungskosten stellt Stöger knapp fest: "Wir waren sparsam und wir bleiben sparsam: Wir wünschen uns jedoch auch für die Medikamentenkosten eine Entwicklung wie bei unseren Verwaltungskosten!" Die OÖGKK wirtschaftet mit ca. 2,26 Prozent Verwaltungskosten österreichweit am Günstigsten. Die Medikamentenkosten steigen hingegen österreichweit (alle Krankenversicherungsträger) mit 5,8 Prozent, in OÖ - trotz fehlender Chefarztpflicht - nur mit 5,4 Prozent (2005-2006).

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