Raab-Schaum: Umweltminister Pröll setzt weitere Maßnahmen

Verordnungen zu strengeren Auflagen gehen in Begutachtung

Wien (OTS) - Die neue Abwasseremissions-Verordnung für Gerbereien sowie eine Qualitätsziel-Verordnung für Chlorid gehen heute in Begutachtung. Dies ist ein erster wichtiger Schritt des Aktionsprogramms zur Lösung des Raab-Konfliktes, auf das sich die Umweitminister Österreichs und Ungarns, Josef Pröll und Gabor Fodor, letzte Woche in Budapest geeinigt haben. Dem Aktionsprogramm zufolge sollen auf österreichischer Seite sowohl die Grenzwerte der Abwasseremissions-Verordnung für Gerbereien verschärft als auch eine driffe Reinigungsstufe bei den Gerbereien vorbereitet werden. Weiters sollen die Salzbelastung des Raab-Lafnitz-Systems gesenkt sowie ein Renaturierungsprojekt für Raab umgesetzt werden. Dies teilt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit. *****

Im Detail sieht das Aktionsprogramm die Festlegung eines neuen Grenzwertes für Chlorid in Gewässern vor. Zusätzlich wird in einer Novelle zur AbwasseremissionsVerordnung für Gerbereien ein neuer Parameter eingeführt und begrenzt, der die Schaumkapazität des Abwassers charakterisiert. Gleichzeitig werden die Grenzwerte für CSB (Chemischer Sauerstoffbedarf) und TOC (Total Organic Carbon) verschärft. Grundlage für die Grenzwert-Bestimmung bzw. Verschärfung sind jeweils Gutachten der Technischen Universität Wien. Die Entwürfe der heute in Begutachtung gehenden Verordnungen sollen im September verlautbart werden.

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