Stellungnahme des Betriebsrates der FMA zur Reformdiskussion

Wien (OTS) - Seit längerer Zeit ist es leider üblich geworden, dass die Belegschaft der Finanzmarktaufsicht als überfordert und inkompetent dargestellt wird.

Mehr als 200 ambitionierte und gut ausgebildete Mitarbeiter werden durch unseriöse und leichtfertig in den Raum gestellte Behauptungen, Diffamierungen und nicht durchdachte "Reformvorschläge" verunsichert.

Seit dem Start der Finanzmarktaufsicht im Jahr 2002 tut die Belegschaft der FMA ihr Bestes, um unter äußerst schwierigen Rahmenbedingungen ihren gesetzlichen Auftrag zu erfüllen.

Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Oesterreichischen Nationalbank ist es gelungen, unter Bedingungen, die durch ständige, teilweise sehr untergriffige Querschüsse gekennzeichnet waren, die Probleme des Finanzmarktes Österreich zu bewältigen.

Der Internationale Währungsfonds hat nach intensiver Prüftätigkeit vor Ort bereits im Jahr 2004 gerade der FMA ein ausgezeichnetes Zeugnis ausgestellt, welches die konkrete, gewissenhaft ausgeführte tägliche Aufsichtsarbeit entsprechend anerkennt.

Die Weiterentwicklung und Umsetzung international und national erforderlicher Regulierungsaufgaben im Interesse des österreichischen Finanzmarktes und seiner Kunden wird von den Mitarbeitern als spannende Herausforderung gesehen, die es gilt, optimal zu bewältigen.

Ambitionierte und motivierte Mitarbeiter sind das Fundament einer gut funktionierenden Finanzmarktaufsicht und damit auch eines rechtsstaatlichen Grundsätzen gerecht werdenden staatlichen Handelns.

Diese Voraussetzungen dürfen unter keinen Umständen in Frage gestellt und zerstört werden! Wir appellieren an alle, bei den Reformdebatten auch an das wertvollste Gut der FMA, ihr Humankapital, zu denken.

Die Auseinandersetzungen der vergangenen Monate haben in erheblichem Ausmaß zu Frustration unter den Mitarbeitern der FMA geführt. Die Gefahr, dass das in den letzten Jahren erfolgreich aufgebaute Mitarbeiterpotenzial in kürzester Zeit wieder zerstört wird, ist derzeit besonders groß.

Die Mitarbeiter der FMA sind bereit, ihren Beitrag zu leisten, damit eine funktionierende Aufsicht des österreichischen Finanzmarktes auch in Zukunft gewährleistet ist.

Bei der Reform der FMA muss die Belegschaft eingebunden werden. Sie hat Know-How und konkrete praktische Verbesserungsvorschläge. Der Betriebsrat der FMA steht bereit, bei der jetzt beginnenden Diskussion über die Reform aktiv mitzuarbeiten. Wir appellieren an alle, diese Expertise zu nützen.

Rückfragen & Kontakt:

Betriebsrat der Finanzmarktaufsicht
Gerhard Köpf, Betriebsratsvorsitzender - Tel.: 0664 826 12 66
Mag. Elisabeth Florkowski, Stv. Betriebsratsvorsitzende
Tel.: 0676 88 249 411

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