Neubauer, Hauser: Faschistische Relikte in Südtirol beseitigen - Peinlicher Vorstoß der Alleanza Nazionale

Wien (OTS) - "Endlich kommt wirklich Bewegung in wichtigen Fragen der Südtirol-Autonomie bzw. in Fragen des Selbstbestimmungsrechtes für die deutsche Bevölkerung im südlichen Teil Tirols", stellte heute der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer fest. Durch einen breit angelegten Antrag im Rahmen des im Juni 2007 in Innsbruck anberaumten Bundesparteitages der FPÖ sei es offenbar gelungen, das Thema Südtirol neu zu beleben, ergänzte Neubauer.

Neubauer schloss sich in diesem Zusammenhang den Ausführungen des Vorsitzenden der Südtiroler Freiheitlichen Pius Leitner an, der die Frage in den Raum stellte, ob die Alleanza Nazionale das schlechte Gewissen plage, weil sie wegen eines im Internet aufgetauchten Films über die Geschichte Südtirols vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zu den Folterungen während des Freiheitskampfes eine Anfrage an die EU-Kommission stellen wolle.

Auch der Tiroler Landesparteiobmann Mag. Gerald Hauser meinte, dass der Vorstoß der AN an Peinlichkeit nicht zu überbieten sei. Vielmehr sollten die Mussolini-Erben endlich den Mut aufbringen und einwilligen, durch eine bilaterale Historikerkommission die eigene Geschichte aufzuarbeiten.

"Ich freue mich wirklich, dass die AN durch diese Vorgehensweise zumindest jenen Beitrag leistet, den wir seit Jahren einfordern, nämlich die Bekanntmachung der faschistischen Relikte in Südtirol", sagte Neubauer, der diese Angelegenheit erst diese Woche im Unterausschuss für Südtirol im österreichischen Parlament angesprochen hatte. Vielleicht bestehe dadurch die Chance, diese Relikte endgültig zu beseitigen, was mehr als 60 Jahre nach Kriegsende ohnehin höchst an der Zeit sei.

"Die AN soll in diesem Zusammenhang auch jenen Film an die Europäische Kommission schicken, in dem grölende Fußball-Rowdys Bozen unsicher machten, als Italien bei der Fußball-WM das Ausscheidungsspiel gegen die Ukraine erfolgreich beendete", empfahl Neubauer.

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