AKNÖ-Test: Ist unser Grillfleisch in Ordnung?

Tipp: Die Kühlkette muss lückenlos sein

Wien (AKNÖ) - Grillen gehört zu den Freuden der ÖsterreicherInnen. Ob das Grillgut immer hält, was es verspricht, überprüften die AKNÖ-KonsumentenberaterInnen in Kooperation mit Landesrat Emil Schabl. Im Handel erhältliches mariniertes Grillfleisch wurde auf Qualität und Frische getestet. Von 20 Proben war eine verdorben, drei bewegten sich an der Toleranzgrenze.

Der Test

Die Lebensmitteluntersuchung wurde von der AGES Wien (Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GMBH) durchgeführt. Getestet wurden 20 Proben aus Supermärkten und dem Fleischgroßhandel (Firma Schirnhofer, Lidl, Unimarkt, Spar, Hofer, Penny, Zielpunkt, Merkur, Billa) auf Geruch und Geschmack, Verderblichkeit, Säuregehalt und auf krank machende Keime.
Es zeigte sich, dass 19 Proben in Ordnung und 1 Probe verdorben waren, drei bewegten sich an der Toleranzgrenze. Das Fleisch der verdorbenen Probe war aufgrund der vielfach erhöhten Keimzahl für den menschlichen Verzehr ungeeignet. Bei den drei Proben, die sich an der Toleranzgrenze bewegten, wurde auch eine überhöhte Keimzahl festgestellt, in zwei Proben befanden sich zusätzlich noch Fäkalkeime, in der dritten Staphylokokken. Das sind Bakterien, die beim Menschen Infektionen unterschiedlichster Art auslösen können.

Das Resümee

Für Landesrat Emil Schabl und die Leiterin der AKNÖ-Konsumentenberatung, Dr. Eva Schreiber, ist das Testergebnis erfreulich, weil es deutlich zeigt, dass sich die NiederösterreicherInnen auf die Qualität des Grillgutes verlassen können. Konsumentenschutzlandesrat Schabl möchte die Kontrollen im Lebensmittelsektor weiterführen. "Wir wollen den hohen Standard erhalten und damit den Konsumenten Lebensmittelsicherheit gewährleisten", sagte Schabl. "Besonders erfreulich war für uns, dass das Grillfleisch in allen Geschäften vorschriftsmäßig gekühlt war. Nirgends lag die Lagertemperatur über 4 Grad Celsius. Wichtig ist, dass auch die KonsumentInnen auf eine exakte Kühlung beim Transport achten", erklärte Dr. Eva Schreiber, die Leiterin der AKNÖ-Konsumentenberatung und gab Tipps für den Einkauf, die richtige Lagerung und die Zubereitung von Grillgut.

Tipps für den Einkauf

· Schauen Sie auf das Ablaufdatum - frisches Fleisch muss innerhalb von 3 Tagen, rohes Faschiertes am Verpackungstag verbraucht werden. · Beachten Sie die Lagertemperaturen im Geschäft und beim Heimtransport des Grillgutes. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Kühlkette möglichst nicht oder nur kurz unterbrochen wird. Salmonellen vermehren sich schon ab 7GradC. Verwenden Sie Kühltaschen zum Transport.
· Salmonellenanfällige Lebensmittel dürfen nicht mit anderen Lebensmittel wie Obst, Käse oder Wurst in Verbindung kommen - weder beim Anbieten im Geschäft noch im Einkaufskorb!
· Bevorzugen Sie leicht marmoriertes, d.h. mit Fett durchzogenes Fleisch, da es beim Grillen saftiger bleibt und mehr Aromastoffe enthält. Fettränder erst nach dem Grillen wegschneiden.
· Achten Sie beim Fleischkauf auf den Geruch, die Farbe und die Oberfläche des Fleisches. Wenn Schweinefleisch nicht mehr frisch ist, wird es dunkelrosa, Geflügel wird grau-gelblich und bekommt eine schmierige Oberfläche und Rindfleisch wird bräunlich. Frisches Fleisch riecht neutral oder leicht säuerlich, nie muffig oder süßlich. Machen Sie eine Fingerdruckprobe - das Fleisch sollte fest sein und sich nicht leicht eindrücken lassen. Frisches Fleisch ist trocken, es liegt nicht im eigenen Saft.
· Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, meiden Sie mariniertes Grillgut. Paprikapulver und aromatische Gewürze übertünchen den Geruch und Geschmack so sehr, dass eine Überprüfung der Frische nicht mehr möglich ist.

Weitere Tipps für den Umgang mit Grillfleisch lesen Sie auf noe.arbeiterkammer.at

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