BM Hahn lässt Medizin-Zugangstests von Bildungspsychologin Spiel unter die Lupe nehmen

Phänomen des Geschlechterungleichgewichts muss gelöst werden

Wien (OTS) - Aufgrund der Ergebnisse der letzten EMS-Tests an den österreichischen Medizinuniversitäten Wien, Innsbruck und Graz, bei denen die Erfolgsquote der Frauen deutlich unter jener Ihrer männlichen Mitbewerber lag, wird den heutigen Eignungstests zusätzlich ein anonymisierter Fragebogen beigelegt. Die 6500 Berwerber/innen werden über deren Schultyp, die soziale Herkunft, die Nationalität und andere Merkmale befragt. Diese wissenschaftliche Untersuchung unter der Leitung von Psychologin Christiane Spiel wird bis voraussichtlich Ende Oktober ausgewertet und soll Aufschluss über die genderspezifische Schieflage des letzten Tests geben.

"Dass Männer scheinbare höhere Erfolgschancen beim Auswahltest haben, will ich so nicht stehen lassen. So ein Test muss faire Bedingungen für alle bieten. Wir brauchen eine empirisch nachvollziehbare Erklärung für dieses Phänomen und einen Test, der Chancengleichheit garantiert.", so Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn.

Hahn hofft, dass die Ergebnisse dieser Chancengleichheitsanalyse bereits in den nächsten EMS-Tests im Juli 2008 einfließen.

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