Rot Kreuz-Präsident zu "Live Earth-Konzert": Menschen sterben heute!

Treibhausgas-Reduktion und Adaptionsmaßnahmen müssen gleichzeitig stattfinden

Wien (Rotes Kreuz) - Anlässlich des Live Earth-Konzerts, das am 7. Juli 2007 weltweit ausgetragen wird, warnt Fredy Mayer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes, vor Kurzsichtigkeit: Schon heute sind die Auswirkungen des Klimawandels enorm und kosten Tausenden Menschen das Leben.
"Im Zusammenhang mit dem Thema Klimawandel wird stets von den Auswirkungen auf zukünftige Generationen gesprochen. Allem voran von den Auswirkungen auf uns, die Bevölkerung in den entwickelten Ländern. Dass tagtäglich Menschen in Ländern des Südens sterben und im wahrsten Sinne des Wortes um ihre Existenz kämpfen, weil die Auswirkungen des Klimawandels schon spürbar sind, bleibt ungehört", so Mayer.
Die Katastrophen-Datenbanken des Roten Kreuzes zeigen: Häufigere und heftigere klimabedingte Katastrophen aus Wind und Wasser spülen den Menschen wiederholt die Lebensgrundlagen weg und schrauben so die Armutsspirale tiefer. In vielen afrikanischen Ländern werden periodisch wiederkehrende Dürren chronisch und äußern sich in Wüstenbildung - und mit den Wüsten kommt der Krieg: Im Norden Kenias kämpfen Nomaden mit ansässigen Bauern um Weideland. Ein ähnliches Szenario spielt sich im Sudan, in der Krisenregion Darfur, ab und ist einer der Gründe für einen gnadenlosen Bürgerkrieg, der bisher 200.000 Todesopfer gefordert hat.

Endemische Armut verhindert Adaptionsmaßnahmen für die Folgen der Erwärmung. Das Rote Kreuz ist weltweit in 186 Ländern präsent und trägt die Botschaft von Live Earth auch in jene Länder, in denen am Samstag keine Fernseh- oder Radiogerät überträgt.

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