KORREKTUR zu OTS0052 von heute: Haberzettl: Österreichs Eisenbahner solidarisch mit Transnet/GDBA

Probleme in Deutschland ähneln jenen der österreichischen Eisenbahner

Wien (OTS) - Im zweiten Absatz, sechster Satz muss es wie folgt richtig lauten:
"Das bedeute, dass mit Stand Ende Mai 2007 im Lokfahrdienst rund 60.000 Tage Urlaub aus den vergangenen Jahren, sowie über 190.000 Überstunden zu Buche stünden."

KORRIGIERTE NEUFASSUNG:
Wien (vida/ÖGB) - Die österreichischen EisenbahnerInnen sind im Tarifstreit der deutschen EisenbahnerInnen solidarisch mit den gewerkschaftspolitischen Zielen der Gewerkschaften Transnet und GDBA, erklärte der Vorsitzende der Sektion Verkehr in der Gewerkschaft vida, Wilhelm Haberzettl, Donnerstag in Wien. ++++

Haberzettl, der auch Präsident der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF) ist, bezeichnete die Gehaltsforderungen von Transnet/GDBA als völlig legitim. Die Streikaktionen der deutschen EisenbahnerInnen seien eine logische Reaktion auf die durch die Arbeitgeberseite verursachte Eskalation des Tarifstreits. Dies sei nicht zuletzt auf explodierende Überstundenleistungen und die Unmöglichkeit angefallene Urlaubszeiten auch tatsächlich zu konsumieren, zurück zu führen. Damit sei die Situation der deutschen EisenbahnerInnen durchaus mit der Situation in Österreich zu vergleichen: Als Folge der völlig verfehlten Personalpolitik bei den ÖBB fehlten derzeit allein im Bereich der Lokführer rund 300 ArbeitnehmerInnen (nur zur Abdeckung des Planbedarfs). Das bedeute, dass mit Stand Ende Mai 2007 im Lokfahrdienst rund 60.000 Tage Urlaub aus den vergangenen Jahren, sowie über 190.000 Überstunden zu Buche stünden. Diese Zahlen signalisierten deutlich die Überbeanspruchung der MitarbeiterInnen in sicherheitsrelevanten Positionen. Darüber hinaus versuche die Arbeitgeberseite im Zuge der laufenden Verhandlungen über einen neuen Kollektivvertrag das Lohnniveau der österreichischen EisenbahnerInnen massiv zu drücken. Haberzettl richtete in diesem Zusammenhang die ernste Mahnung an die Arbeitgeberseite, die Geduld der Arbeitnehmervertretung nicht weiter zu strapazieren.

Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft vida erinnerte auch daran, dass die ÖBB gegenwärtig erstmals Leihpersonal im Lokführerbereich einsetzten und dass dabei ebenfalls versucht werde, das Lohn- und Gehaltsniveau zu senken. Sollten dieser Bestrebungen fortgesetzt werden, sei auch in Österreich eine entsprechend deutliche Reaktion der Arbeitnehmervertreter zu erwarten.
(Schluss)

ÖGB, 5. Juli 2007

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