Kyrle: Oberstes Ziel ist missbrauchssichere Visavergabe

Wien (OTS) - Das Außenministerium begrüßt die Ankündigung, dass der Prozess gegen zwei seiner ehemaligen Mitarbeiter, denen missbräuchliche Erteilung von Visa vorgeworfen wird, nunmehr voraussichtlich im Herbst über die Bühne gehen soll. "Wir können nur wiederholen, dass wir größtes Interesse an einer lückenlosen und umfassenden Aufklärung aller Vorwürfe in diesem Zusammenhang haben. In diesem Sinne arbeitet das Außenministerium auch intensiv mit dem Innenministerium und der Justiz zusammen. Es liegt insbesondere im Interesse aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Außenministeriums, die bei der Erteilung von rund 400.000 Visa pro Jahr hervorragende Arbeit leisten, dass die schwarzen von den weißen Schaften getrennt werden," betonte der Generalsekretär im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, Johannes Kyrle.

Kyrle wies darauf hin, dass im Außenministerium nach der Verhaftung der beiden ehemaligen Mitarbeiter im Herbst 2005 auf Empfehlung einer unabhängigen Visakommission unter Leitung des ehemaligen Außenministers Peter Jankowitsch eine ganze Reihe von Konsequenzen gezogen wurde, um Kontrollen zu optimieren, die Ausbildung zu verbessern und das Personal in diesem sensiblen Bereich zu verstärken. Dazu wurden unsere Prüfteams aufgestockt und permanent Inspektionen angeordnet. "Unser oberstes Ziel ist eine effiziente und missbrauchssichere Visa-Vergabe", so der Generalsekretär.

Kyrle hob in diesem Zusammenhang auch hervor, dass die unabhängige Visakommission keine Hinweise für ein kriminelles Netzwerk innerhalb des Außenministeriums feststellen konnte. Die organisierte Kriminalität, so Kyrle, versuche weltweit - nicht nur bei österreichischen Vertretungen - und mit allen Mitteln, bei der Visa-Vergabe anzusetzen. "Es ist dem Außenministerium ein ganz zentrales Anliegen, allen Missbrauchsversuchen mit konkreten, zielgerichteten Maßnahmen, entschieden und auch präventiv entgegen zu wirken und die Räume für Malversationen ständig einzuengen", so Kyrle.

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