Plassnik: "Klare europäische Marschrichtung Serbiens"

Außenministerin Plassnik trifft mit serbischem Amtskollegen zusammen

Wien (OTS) - Wien, 4. Juli 2007 - "Die Kosovo-Frage ist ein Realitätstest für Belgrad und Pristina, aber auch eine Bewährungsprobe für die EU und ihre gemeinsame Außenpolitik", erklärte heute Außenministerin Ursula Plassnik nach ihrem Treffen mit ihrem serbischen Amtskollegen Vuk Jeremic.

"Es geht um die Stabilität und Zukunftsfähigkeit der gesamten Region. Wir brauchen eine zügige und nachhaltige Lösung für diese letzte Statusfrage am Balkan. Die Menschen wollen Klarheit. Die kommenden Monate werden ein Gradmesser für die Europafestigkeit der Region sein", so Plassnik weiter, die die Geschlossenheit der EU in dieser Frage unterstrich: "Das Gesamtpaket, das der UNO-Sonderbeauftragte Martti Ahtisaari erarbeitet hat, ist und bleibt für die Europäische Union die Grundlage für den Weg nach vorne."

Serbien habe in den vergangenen Monaten beeindruckende Fortschritte auf seinem europäischen Weg gemacht. "Die Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziationsabkommen im Juni ist ein Markstein im Heranführungsprozess", so Plassnik. Serbien dürfe nun aber in seinem Engagement nicht nachlassen. "Belgrad muss die Chance auf eine neue Dynamik im Annäherungsprozess aktiv nützen. Vuk Jeremic hat zugesichert, dass die serbische Regierung die Zusammenarbeit mit dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag vorantreiben wird".

"Für uns ist klar: die Wiedervereinigung Europas ohne Serbien bleibt Stückwerk. Der Weg dorthin ist sicher noch lang und schwierig. Die Marschrichtung ist aber klar und Serbien kann dabei auf die unverminderte österreichische Unterstützung zählen. Wir werden unsere Ermutigungsstrategie für Serbien konsequent fortsetzen - bilateral, in der EU und im Rahmen der Regionalen Partnerschaft", unterstrich die Außenministerin, die auch auf die dynamische Vielfalt und Qualität der bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und Serbien hinwies.

Österreich setze in seiner Unterstützung für Serbien gerade auch auf die Jugend, etwa durch gemeinsame Initiativen mit serbischen Organisationen, wie der Zoran Djindjic Stiftung und der Europäischen Bewegung. "Wir wollen die EU-Annäherung durch konkrete Projekte untermauern und Europa erfahrbar machen. Es geht uns nicht nur um die Zukunft der Staaten am Westbalkan, sondern um die konkrete Zukunftsperspektive der Menschen", schloss die Außenministerin, die Vuk Jeremic zur neuen Politikergeneration zählte, die sich der aktiven Mitgestaltung der europäischen Zukunft Serbiens verschrieben hat.

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