Dolinschek: Arbeitszeitflexibilisierung geht voll zu Lasten der Arbeitnehmer

"In Zukunft wird länger und für den gleichen Lohn gearbeitet werden müssen"

Wien (OTS) - Die Arbeitszeitflexibilisierung gehe voll zu Lasten
der Arbeitnehmer, sagte BZÖ-Abg. Sigisbert Dolinschek im Zuge der heutigen Debatte im Nationalrat. In Zukunft werde länger und für den gleichen Lohn gearbeitet werden müssen, was unterm Strich den Stundenlohn zum Sinken bringe, zeigte sich Dolinschek überzeugt. Die Sozialdemokraten und der ÖGB seien den Arbeitnehmern einmal mehr in den Rücken gefallen. "Die AK kritisiert, dass Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen nicht ausgewogen seien und warnt vor einem volkswirtschaftlichen Schaden - Anstieg von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten", so Dolinschek.

Durch die Erhöhung der Normalarbeitszeit auf bis zu zehn Stunden und der Kollektivvertrag auf zwölf Stunden sei der Drei-Schicht-Betrieb zu Grabe getragen worden. Dolinschek sprach von einem besonders schweren Anschlag auf die Arbeiter, der eine dramatische Erhöhung der Arbeitslosigkeit und Kündigungen zur Folge haben werde. Denn durch die Erhöhung der Normalarbeitszeit komme die Wirtschaft in Zukunft mit Zwei-Schicht-Betrieben aus, ohne Produktionsleistung zu verlieren.
Hätte es diese Flexibilisierung unter schwarz-orange gegeben, wäre es zu einem Proteststurm der Gewerkschaften gekommen. "In großkoalitionären Zeiten wird dagegen im "ÖGB-uralt-Stil" ein derartiges Paket über die Köpfe der Betroffenen hinweg ausverhandelt und auch noch als Zeichen für eine funktionierende Sozialpartnerschaft abgefeiert."

Vom "Tropfen auf dem heißen Stein" sprach Dolinschek im Zusammenhang mit dem 25%igen Zuschlag bei der Teilzeitbeschäftigung.

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