Leitl: "Neues Arbeitszeitpaket bringt Unternehmen Flexibilität und Arbeitnehmern Sicherheit"

"Gesetzlicher Grundstein für eine flexiblere Arbeitszeit ist gelegt, nun ist es an den Sozialpartnern auf Kollektivvertrags- und Betriebsebene, die neuen Spielräume zu nützen"

Wien (PWK499) - Das neue Arbeitszeitpaket - das die Sozialpartner
im Frühjahr 2007 intensiv ausverhandelt haben - hat der Nationalrat heute, Mittwoch, ohne Änderungen beschlossen: "Die Neuerungen im Arbeitszeitgesetz bringen Unternehmen neue Spielräume, die für die weitere Attraktivierung des Wirtschaftsstandorts Österreich dringend notwendig sind. Gleichzeitig ist es sozial ausgewogen und bietet Sicherheit für Arbeitnehmer", zeigt sich Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, erfreut.

Folgende Neuerungen treten damit am 1. Jänner 2008 in Kraft:
* Bei einer Viertagewoche können 10 Stunden Normalarbeitszeit betrieblich oder individuell vereinbart werden - bisher war dazu der Kollektivvertrag nötig.
* Auch bei Gleitzeit können nun mit Einzel- bzw. Betriebsvereinbarung 10 Stunden Normalarbeitszeit vereinbart werden. * Die Möglichkeiten, bei Überstunden 12 Stunden pro Tag und 60 Stunden pro Woche zu beschäftigen, werden ausgeweitet und stehen erstmals auch Betrieben ohne Betriebsrat offen.
* Dazu kommen Erleichterungen bei Schichtarbeit, die leichtere Durchsetzbarkeit der Abgeltung von Zeitguthaben und effektivere Strafbestimmungen.
* Wermutstropfen für die Arbeitgeberseite ist der Mehrarbeitszuschlag für Teilzeitbeschäftigte. "Der", so Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik der WKÖ, "fällt allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen an."

"Mit dem neuen Arbeitszeitpaket ist der gesetzliche Grundstein für eine flexiblere Arbeitszeit gelegt. Nun ist es an den Sozialpartnern auf Kollektivvertrags- und Betriebsebene, die neuen Spielräume zu nützen. Die Wirtschaftskammerorganisation steht den Unternehmen dabei mit Rat und Tat zur Seite", so WKÖ-Chef Leitl. (JR)

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