Denkmaier: Seltsames politisches Verständnis bei den VP-Gewerkschaftern

ÖAAB-Betriebsräte engagieren sich für Börsegang der Energie AG

Linz (OTS) - "Die Vorgänge rund um den Börsegang der Energie AG treiben immer seltsamere Blüten. Höhepunkt ist die wohl einzigartige Tatsache, dass sich die ÖAAB-Personalvertreter in der Energie AG für die Privatisierung und den Börsegang ihres Unternehmens stark machen und somit sehenden Auges große Gefahren für die Sicherheit der Arbeitsplätze heraufbeschwören", kommentiert SPÖ-Landesgeschäftsführer Mag. Christian Denkmaier die heutige von den VP-Gewerkschaftern organisierte Demonstration samt Pressekonferenz.

"Der SPÖ geht es bei ihrem Engagement gegen den Börsegang der Energie AG nicht nur um die Versorgungssicherheit und um das Unternehmen, sondern ganz wesentlich auch um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein Börsegang ist nicht zuletzt aus Verantwortung der Belegschaft gegenüber abzulehnen. Der vehemente Einsatz des ÖAAB für den Börsegang ist absolut kurzsichtig, da alle internationalen Erfahrungen mit ähnlichen Privatisierungen zeigen, dass ein Börsegang zu einem spürbaren Personalabbau führt", so Denkmaier.

Eine AK-Studie aus dem Jahr 2004 hat ergeben, dass es bei (teil-)privatisierten Strom- und Wasserversorgern in den ersten zehn Jahren eine Personalreduktion um bis zu 50 Prozent gegeben hat. Der Zwang zur Gewinnmaximierung für die Aktionäre führt zum Druck auf die Personalkosten und damit zum Personalabbau.So kam es zu Reduktion der Arbeitskosten bei Zulagen, Sonderzahlungen, betrieblichem Krankengeld und durch neue Gehaltsstrukturen und Kollektivverträge. Nachweisbar sind auch Verdichtung und Verlängerung der Arbeitszeiten, eine Erhöhung der Leistungsnormen und generell eine Schwächung der gewerkschaftlichen Vertretung.

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