Schopf: Neues Gesetz beinhaltet keine Arbeitszeitverlängerung

Wien (SK) - "Durch diese Beschlussfassung wird keine Verlängerung der Arbeitszeit erfolgen", bemerkte der SPÖ-Abgeordnete Walter Schopf am Mittwoch im Rahmen der Nationalratsdebatte. Oftmals werde versucht, auch medial, die Thematik so anzulegen, als ob die Wirtschaft einen Sieg errungen habe und es gelungen wäre, eine Arbeitszeitverlängerung einzuführen. Richtig sei viel mehr, so Schopf, dass es ein Mehr an Flexibilisierung ermöglicht werde, allerdings nur dann, wenn sich die Kollektivvertragsparteien einig seien und sich bei Firmen mit Betriebsräten in Form einer Betriebsvereinbarung eine Übereinkunft getroffen werde. ****

Flexibilisierung dürfe nicht zu einer "Einbahnstraße" verkommen, bei der das Einkommen reduziert werde. Man müsse jedoch auch anführen, dass viele ArbeitnehmerInnen durchaus froh seien, wenn es die Möglichkeit einer flexibleren Arbeitszeit gebe. Bemerkenswert sei auch, dass mit diesem Gesetz endlich ein Überstundenzuschlag für Teilzeitarbeit eingeführt werde.

Schopf betonte, dass man einen Punkt des Gesetzes unter genauer Beobachtung halte müsse. Bei Klein- und Kleinstbetrieben werde es nun möglich, mit Arbeitnehmern Arbeitszeitregelungen auf Basis von Einzelverträgen zu beschließen. "Wenn hier Arbeitnehmerinteressen unter die Räder kommen, dann müssen wir das Gesetz bei Bedarf novellieren", so der SP-Abgeordnete abschließend. (Schluss) sw

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