Handelsverband begrüßt Reform der Ladenöffnungszeiten

Geschäftsführer Dr. Stefan Mumelter fordert früheres Inkrafttreten

Wien (OTS) - Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit wird im
Schatten von Pflegegeld und Untersuchungsausschüssen heute, Mittwoch, ein enorm wichtiges Gesetz für die Wirtschaft und insbesondere für den Handel im Parlament verabschiedet. Das Ladenöffnungszeitengesetz 2003 wird novelliert.

Dr. Stefan Mumelter, Geschäftsführer des Österreichischen Handelsverbandes, begrüßt die Reform ausdrücklich als Meilenstein für den österreichischen Handel, aber auch als deutliche Verbesserung für die Konsumenten. "Es ist aber schade, dass taktische, politische Manöver den Zeitpunkt des Inkrafttretens um ein halbes Jahr auf 1. Jänner 2008 nach hinten verschoben haben", so Mumelter. Noch in der Regierungsvorlage aus dem Mai fand sich als Datum der 1. Juli 2007. Für diese Verschiebung gebe es keinen vernünftigen Grund, so Mumelter weiter. Daher fordere er für die heutige Plenarsitzung noch einen Abänderungsantrag, der ein Inkrafttreten am 1. September festlege. So ein Abänderungsantrag sei ein Dreizeiler und könne beispielsweise vom Abgeordneten Veit Schalle als ausgewiesenen Handels-Experte mit Unterstützung durch vier weitere Abgeordnete leicht noch eingebracht werden, ist Mumelter überzeugt.

Abgesehen davon könne der Kern der Novelle, die Ausweitung der Öffnungszeiten auf 72 Stunden pro Woche aber auch nur ein erster, wenngleich wichtiger, Schritt sein, nimmt Mumelter die Politik in die Pflicht. "Der Handel weiß selbst am besten, wann er seine Geschäfte offen hält, denn er hat das Ohr am Konsumenten", ist Mumelter überzeugt.

Auch zeigen internationale Beispiele, dass die Ängste insbesondere der Angestelltenvertreter unbegründet sind. "In der Praxis kommt es zu keinen Verschlechterungen für die Handelsangestellten. Denn zum einen pendeln sich die Öffnungszeiten anhand der Nachfrage sowieso auf einem praktikablen Niveau ein und zum anderen sorgen in Österreich ausgefeilte ArbeitnehmerInnenschutzgesetze für die Wahrung der Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch im Handel", relativiert Mumelter die teils unsachlich geführte Diskussion. So heiß werde die Suppe also nicht gegessen.

Letztlich gewännen alle durch die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten: Die Konsumenten hätten mehr Möglichkeiten, ihre Einkäufe zu erledigen. Auch würden sich die Stoßzeiten beispielsweise nach der Arbeit etwas entkrampfen. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter böten sich Chancen für neue flexible Arbeitszeitmodelle bzw. neue Arbeitsplätze und der Handel könne dann offen halten, wenn die Nachfrage stimme. "Wir dürfen aber nicht vergessen, das dies nur ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung war", so Mumelter abschließend.

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